Entwarnung für heimische Pilze und Wildschweine
Region - Die Meldung, dass auch fast 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe im Atomkraftwerk von Tschernobyl Wildschweinfleisch und Waldpilze in Süddeutschland noch erhöhte radioaktive Cäsium-Belastungen aufweisen, sorgte für Aufregung. Wie sieht es in der Region aus?
Entwarnung in der Region
Für die Region Heilbronn geben BUND und Landratsamt dagegen Entwarnung. „Stadt und Landkreis Heilbronn waren nur schwach vom Tschernobyl-Fallout betroffen, weil es an den entscheidenden Tagen hier nicht geregnet hat“, erklärt BUND-Regionalgeschäftsführer Gottfried May-Stürmer.
Landkreis-Sprecher Hubert Waldenberger verweist auf Messergebnisse des Landes-Überwachungsprogramms für Wildschweinfleisch (Internet: www.ua-bwl.de). In Karten zu Cäsium-Messungen von 2009 und 2010 seien Stadt- und Landkreis Heilbronn „ein weißer Fleck. Bei uns ist gar nichts“, sagte er. In anderen Regionen wie im Schwarzwald waren radioaktive Belastungen über dem Grenzwert nachweisbar.
Heimische Pilze nicht belastet
Auch Ulrich Fischer, Vorstand der Pilzfreunde Heilbronn, sagt klipp und klar: Waldpilze in der Region Heilbronn „sind nicht belastet“. Seit Jahren sage er dies schon seinen Pilzfreunden. Von Pilzen aus osteuropäischen Ländern wie Lettland, Litauen oder Weißrussland aber rät er ab. „Die würde ich nicht essen.“
Stimme.de