Deutlich mehr Falschgeld im Umlauf

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Region Heilbronn - Eine Zunahme von falschen Geldscheinen in der Region meldet die Heilbronner Polizei. Im Jahr 2009 haben die Ermittler 470 Fälle erfasst.

Von Carsten Friese
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Mit UV-Licht lassen sich falsche Banknoten (links) von echten (rechts) unterscheiden. Es gibt aber auch einfachere Methoden, um Geldscheine zu überprüfen. Foto: Dirks


Region Heilbronn - Eine deutliche Zunahme von Falschgeld in der Region meldet die Heilbronner Polizei. Im Jahr 2009 haben die Ermittler 470 Fälle erfasst, vor allem mit falschen 50- und 20-Euro-Scheinen. Von Banken, Geschäften oder Bürgern im Stadt- und Landkreis Heilbronn wurden ihnen die falschen Scheine übergeben. In den Jahren zuvor lag die Fallzahl um etwa 100 bis 150 niedriger.

Häufung

Es sei schwierig, die Ursprünge der falschen Geldscheine nachzuverfolgen, sagt Polizeisprecher Harald Schumacher. Überraschend war im Vorjahr, dass der Löwenanteil der Blüten im vierten Quartal auftauchte. Schwerpunkte gab es nicht. „Das ging querbeet“, sagt Schumacher.

Das Landeskriminalamt in Stuttgart bestätigt auch landesweit eine starke Zunahme von falschen 50ern sowie eine leichte Zunahme von gefälschten 20ern und 100ern. Die Täter kauften oft Ware von geringem Wert, um viel echtes Geld zurückzubekommen. Das LKA weist darauf hin, dass Fälscher oft lange Schlangen in Geschäften ausnutzen – weil Angestellte dann bemüht sind, bei Kunden zügig zu kassieren.

Kontrolltipps

Durch das Halten der Scheine gegen das Licht und das Prüfen von Sicherheitskennzeichen durch Kippen des Geldes ist nach Angaben von LKA-Sprecher Ulrich Heffner in kurzer Zeit ein guter Test möglich. Wasserzeichen, Sicherheitsfaden, Folienstreifen, Folienelement oder ein Perlglanzstreifen mit schimmernder Zahl und Euro-Zeichen sind demnach leicht zu prüfen.

1164 falsche 20-Euro-Scheine, 1766 falsche Fünfziger und 1347 gefälschte 100er registrierte die Polizei 2008 in ganz Baden-Württemberg. „Das ist sicher keine dramatische Situation“, sagt der LKA-Sprecher. Immerhin seien Euro-Scheine in 16 EU-Staaten im Umlauf.

Weitere Infos zu Falschgeld unter www.polizei-beratung.de und www.bundesbank.de.




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