DB: Brücke voraussichtlich im April befahrbar
Inzwischen mehren sich kritische Stimmen, weil es die Deutsche Bahn nicht geschafft hat, das Brückenbauwerk in der Stauferstadt zum Start der Stadtbahn Nord am vergangenen Wochenende fertigzustellen.
Voraussichtlich Ende April soll die Stadtbahn Nord auch in Bad Wimpfen fahren. Das sagte jetzt ein Sprecher der Deutschen Bahn gegenüber der Heilbronner Stimme.
Landrat Detlef Piepenburg vermutet „gravierende Probleme, von denen wir nichts erfahren“. Unvorhersehbare Schwierigkeiten mit dem Baugrund nennt die Bahn als Grund für die Verzögerungen in Bad Wimpfen. Alle am Projektbeteiligten wüssten darüber Bescheid. Die Bahn halte keine Informationen zurück. Auch Bürgermeister Claus Brechter ist skeptisch, ob die Deutsche Bahn den genannten Termin einhalten wird.
Busse
Weil die Eisenbahnbrücke in Bad Wimpfen immer noch nicht fertig ist, müssen Fahrgäste auf der Linie S42 zwischen Bad Friedrichshall Hauptbahnhof und Bad Rappenau fürs erste auf Busse umsteigen. Am Freitag, einen Tag vor Betriebsstart, hat die Deutsche Bahn AG jetzt einen Termin genannt, an dem sie die Bauarbeiten abgeschlossen haben will.
Premierenfahrt
„Ich wurde per E-Mail vom 30. April 2015 unterrichtet – immer mit dem Zusatz voraussichtlich“, sagte Landrat Detlef Piepenburg am Rande der Premierenfahrt.
In einer Pressemitteilung an die Heilbronner Stimme ist vom zweiten Quartal des Jahres die Rede. Er sei er mehr als irritiert, erklärte Piepenburg. „Im Juni hieß es noch: Wenn die Witterung gut ist, sind wir bis Dezember fertig“, erinnert er sich. Das Wetter sei tatsächlich mild gewesen, die Brücke aber immer noch nicht befahrbar.
Geduld und Fassung
Auch Bad Wimpfens Bürgermeister ist mehr als skeptisch, ob der Termin von der DB gehalten wird. „Ich bin wirklich nicht mehr bereit, an Prognosen zu glauben“, sagte Claus Brechter. Immer wieder sei man von der Bahn hingehalten worden. „Aber ich muss es mit Geduld und Fassung nehmen.“
Ascan Egerer , Geschäftsführer der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG), die die Stadtbahn Nord betreibt, sorgt sich auch darum, dass die Attraktivität des wichtigen Projekts unter dem Schienenersatzverkehr leidet. „Einige Fahrgäste werden so wohl noch nicht angelockt“, erklärte er. „Aber ich glaube, das Ersatzkonzept wird gut funktionieren und die Leute überzeugen.“

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