Blummensommer öffnet seine Tore

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Nordheim - Am Freitagvormittag startete der Nordheimer Blumensommer in seine fünfte Saison. Die kleine Gartenschau mit über 20.000 Pflanzen auf dem drei Hektar großen Gelände wird bis zum 26. Juli dauern.





Nordheim - Gutes oder schlechtes Wetter? Volker Schiek blickt auf zum wolkenverhangenen Himmel. „Das ist viel besser, als bei brütender Hitze über das Gelände zu laufen.“ Beim Start des fünften Blumensommers in Nordheim ist der Bürgermeister der 8000-Seelen-Gemeinde mit Petrus zufrieden.

Um zehn Uhr sollen sich zum ersten Mal die Tore zum Park am Katzentalbach öffnen. Schon zehn Minuten früher stehen Horst und Barbara Köhler mit Monika Krüger aus Berlin an der Einlasskontrolle. Herbert Widenmeyer drückt ein Auge zu und lässt die Gruppe passieren. Über 20 000 prächtige Blumen breiten sich vor ihnen aus. Ein Meer aus Farben. Ein Duftparadies. „Wir waren hier schon bei der letzten Schau - und begeistert. Mal sehen, wie es in diesem Jahr ist.“ Horst Kühner ist gespannt wie ein Flitzebogen. Und anspruchsvoll: „Wir haben in Weinsberg ja selbst unsere Gartenschau“, lobt er die Rosenrabatten, die schon seit vielen Jahren prächtig die Straßenränder in der Kernerstadt säumen. Tipps für den eigenen Ziergarten will er sich nicht holen. „Mein Gelände dient der Produktion von Gemüse und Salat.“

Flugparade

Langsam gibt es Arbeit für Herbert Widenmeyer. Viele Dauerkartenbesitzer wollen an diesem Morgen das Gelände sehen. Jeder Besucher wird von ihm mit einem Zähler manuell erfasst. Klick. Das war kurz nach Zehn die Nummer 25. Während ein Bundeswehrjet offenbar zu Ehren der kleinen Gartenschau tiefe Kreise über dem Blumensommergelände zieht, macht Paul Frank seine Maschine flott. Der 70-Jährige hat einen alten Traktor zum Zügle umgebaut und beim TÜV vorgestellt. Jetzt tuckert er zum Bahnhof, um von dort die mit der Bahn anreisenden Gäste zum Gelände zu kutschieren.

Heiß her geht's im Backhaus. „Hanne Plieninger hat den Ofenführerschein gemacht - sie ist unser Boss“, lacht Günter Toni und schiebt flott die Streusel und Seelen in den Ofen. Gierige Münder werden in den nächsten sechzehn Tagen Tausende dieser Teilchen verschlingen. Auch hier arbeiten nur Ehrenamtliche - zehn pro Team. „ohne unsere Helfer wäre der Blumensommer nicht möglich“, sagt der Bürgermeister stolz.

Die Vorarbeiten im Rathaus waren hart. „Das hat uns fast an den Rand des Wahnsinns gebracht.“ Dennoch hat's die kleine Gemeinde auch dieses Jahr gepackt. „Keine andere Kommune mit einer Gartenschau hat diese so oft und mit einem so hochwertigen Rahmenprogramm wiederholt.“ Nordheim macht das farbenfrohe Fest für die ganze Familie heuer zum fünften Mal, sagt Schiek stolz.

Günter Schmitt, 73, flitzt am Schultes vorbei. „Der Wind schmeißt den Pavillon beim Backhäusle um.“ Mit dem Akkuschrauber bewaffnet, sorgt der Helfer auch hier schnell für eine professionelle Lösung. Im Zelt hantieren Herbert Rudi und Walter Schiedel. Am Mischpult regeln sie die letzten Einstellungen für Licht und Ton.

Feinschliff

Die letzten Feinheiten an den Beeten erledigt Klaus Plieninger. An die 200 Schildchen muss der Landschaftsgärtner noch den Pflanzensorten im Park zuordnen. Bis der erste große Schwung zur Mittagszeit kommt, ist auch dieser letzte Auftrag erledigt.



Preise und Auskünfte

Die Schau ist bis 26. Juli täglich ab 10 Uhr geöffnet. Die Eintrittspreise des Blumensommers sind seit Jahren unverändert. Erwachsene sind zwischen fünf und acht Euro dabei, Familien zwischen zehn und 18 Euro, jeweils je nach Programm beziehungsweise Aufenthaltsdauer. Jugendliche und Gruppen ab 15 Personen haben vergünstigten Zutritt. Der Renner ist laut Bürgermeister Volker Schiek die Dauerkarte für 30 Euro. Weitere Infos gibt es im Rathaus unter Telefon 07133/1820 oder im Internet unter www.blumensommer.de. rom

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