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Heilbronn

Betriebsrätin bei H&M kämpft um ihren Job

  
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Mit einer Klage vor dem Heilbronner Arbeitsgericht wehrt sich die Betriebsratsvorsitzende der H&M-Filiale in der Heilbronner Stadtgalerie dagegen, dass ihr Zeitvertrag nicht verlängert werden soll.

Vor der Wahl im vergangenen Sommer habe sie eine mündliche Zusage gehabt, dass ihr Vertrag verlängert werde, argumentiert die Frau, die bereits seit 2012 bei H&M arbeitet. Sehr gute Leistungen seien ihr damals bestätigt worden. Seit der Wahl engagiert sich die Mitarbeiterin auch in der Gewerkschaft Verdi. Der aktuelle Arbeitsvertrag läuft am 24. Juli aus.

Für Verdi steht damit fest, dass "H&M in Heilbronn aktiv gegen Betriebsräte" vorgehe - und zwar durch persönliche Angriffe auf die Existenz und Rechte von Betriebsratsmitglieder. "Mir ist kein vergleichbarer Vorgang in Unternehmen der Region bekannt", betont die Heilbronner Verdi-Chefin Marianne Kugler-Wendt. "Eine Kollegin, die sich als demokratisch legitimierte Betriebsrätin mutig und konsequent für die Belange der Beschäftigten einsetzt, darf nicht ihren Arbeitsplatz verlieren."

H&M möchte zu dem Fall unter Hinweis auf das laufende Verfahren keine Details nennen, erklärt die Pressestelle auf Anfrage. 113 der etwa 400 Filialen haben den Angaben zufolge einen Betriebsrat. "In der weit überwiegenden Mehrzahl der Fälle", so eine Sprecherin, sei die Zusammenarbeit zwischen Betriebsrat und Unternehmen vertrauensvoll und konstruktiv. Juristische Auseinandersetzungen seien die Ausnahme. In Heilbronn hatte H&M bei der Betriebsratswahl im Sommer 2013 allerdings die Polizei gerufen. mfd

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