Zirkusprojekt mit Jule
Grundschule Plattenwald bekommt Preis

Bad Friedrichshall - Die Jungs und Mädchen, die zusammen „Die wilde Zirkustruppe“ bilden, freuten sich zusammen mit Lehrerin und AG-Leiterin Michaela Schwenk und Kooperationspartner Klaus Hessenauer von der JuLe (Jugendhilfe im Lebensfeld) über einen Preis von 6000 Euro. Überreicht wurde er durch Hartmuth Hahn, Verantwortlicher des Kultusministeriums für die „Stiftung Kulturelle Jugendarbeit“ und von Reimar Grambow von der Barmer Krankenkasse.
In dem gemeinsamen Projekt lernen talentierte Grundschüler, die sich oft mit der Schule allgemein schwer tun, dass auch sie Talente besitzen, die sie in eine Gemeinschaft einbringen können und für die sie Lob und Applaus ernten. In der Arbeitsgemeinschaft wird Einrad gefahren, die Kinder zeigen mit Diabolo, Bällen und Keulen, wie gut sie jonglieren können, sie werden bei Zaubershows selbst kreativ und erfahren bei Menschenpyramiden, wie wichtig es ist, sich aufeinander verlassen zu können. Für Hartmuth Hahn sind das Tugenden, die die Schulbehörde gerne in allen ihren Einrichtungen sehen würde. Darum werden auch Kooperationen mit Sportvereinen und Musikschulen unterstützt. Zudem wächst dadurch das Elterninteresse am Umfeld der Schule.
Ein wesentlicher Punkt für Gabriele Heinl, Rektorin der Grundschule Plattenwald ist der Erwerb von Selbstbewusstsein, sodass sich die „Zirkusleute“ nicht mehr durch unnötige Gewalt profilieren müssen und sich ihr oft problematisches Sozialverhalten verbessert. Zusätzlich beobachtete sie bei den Eltern, von denen viele einen Migrationshintergrund haben, dass die verbreiteten Vorurteile gegenüber Institutionen abgebaut werden.
Grambow unterstrich als Vertreter der Krankenkasse, die sich neben anderen Institutionen in dieser Stiftung engagiert, die optimale Schulung von Rhythmusgefühl und Geschicklichkeit. Durch die spaßbetonte Möglichkeit zur Bewegung werden früh Neigungen zu Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparats und zu Übergewicht vermieden.
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