In wenigen Tagen muss der Narrenwagen einsatzbereit sein

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Bad Rappenauer Wolfsstecher basteln am Feierabend und am Wochenende an ihrem rollenden Umzugsgefährt - Anregungen in Köln geholt

Von Karoline Beck
Die Bad Rappenauer Wolfsstecher Siegfried Reim (von links), Petra und Georg Endreß nehmen mit ihrem Motivwagen das Thema hohe Benzinpreise auf die Schippe: „Das betrifft alle, und jeder ärgert sich darüber.“ (Foto: Karoline Beck)
Die Bad Rappenauer Wolfsstecher Siegfried Reim (von links), Petra und Georg Endreß nehmen mit ihrem Motivwagen das Thema hohe Benzinpreise auf die Schippe: „Das betrifft alle, und jeder ärgert sich darüber.“ (Foto: Karoline Beck)

Sie pinseln, sägen, hämmern, bohren und schweißen, und liegen gut im Zeitplan. Fast täglich treffen sich zahlreiche Wolfsstecher nach Feierabend. „Wir wollten dieses Jahr einen Wagen machen“, erzählt RCV-Präsident Jürgen Schmidt und berichtet vom Besuch des rheinischen Karnevals. In Köln ließ er sich inspirieren. „Natürlich ist das, was wir machen, mit Köln nicht vergleichbar.“

Dennoch: Den Entwurf für den Mottowagen haben Petra und Georg Endreß gemacht. Thema: hohe Benzinpreise. „Das betrifft alle, und jeder ärgert sich darüber“, begründen die Karnevalisten ihre Wahl. Bei den Endreß’ ist die ganze Familie eingespannt. „Die Steuertaler haben wir zuhause gemacht“, erzählt Tochter Carina. „Die sind schon lackiert, damit sie witterungsbeständig sind.“ Im heimischen Wohnzimmer, das zurzeit eher einem Atelier gleicht, trocknen auch Pappmaschee-Teile, die zum vier Meter langen und 3,5 Meter hohen Motivwagen gehören.

Seit November werkeln die Wolfsstecher an dem alten Traktoranhänger. Der musste umgebaut und verstärkt werden, damit er den Anforderungen eines Umzugswagens entspricht. Neben vielen Leichtbauplatten und Dachlatten haben die Wagenbauer etwa 30 Meter Stahl in Form von Flach- und Winkeleisen verbraucht. Dazu jede Menge Farbe und Lack. Am Samstag wird sich beim TÜV zeigen, ob alles so bleiben kann.

Froh sind die RCV-Mitglieder, dass sie jetzt eine Halle zur Verfügung haben. Für den Wagen der Wolfsstecher und den der Rabbemer Salzhexen ist die ehemalige Fabrikationshalle der Firma Rath in der Raiffeisenstraße ideal.

Den Umzügen in Güglingen, Ellhofen, Talheim, Hardhausen, Bad Wimpfen, Binswangen und Gundelsheim sehen die Wolfsstecher mit Freude entgegen. Was ihnen allerdings fehlt, ist eine Zugmaschine. „Ein Traktor wäre da ideal“, meint Präsident Jürgen Schmidt und hofft, dass sich dieses Problem bald lösen lässt.

Zuversichtlich meint auch Vize Siegfried Reim: „Wir sind jetzt in der heißen Phase, aber wir bekommen sicher alles noch rechtzeitig auf die Reihe.“

Einer der wichtigsten Auftritte der Wolfsstecher wird der eigene Faschingsumzug am Samstag, 25. Februar, ab 14.11 Uhr in Bad Rappenau sein. „Der wird dieses Jahr anders verlaufen, als im Vorjahr“, kündigt Schmidt an: Die Strecke wird um etwa 700 Meter verkürzt, weil in der Schloss- und Bahnhofstraße zu wenig Zuschauer waren. Und dann die Kosten: Entlang der Strecke sind Polizei und Rotes Kreuz im Einsatz. Jetzt führt die neue Route 1,6 Kilometer durchs Zentrum - von der Babstadterstraße zur Mühltalhalle.

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