Gesundheit gilt als ein Standortfaktor
Die Audi Betriebskrankenkasse weihte ihr neues Dienstleistungszentrum am Werkstor 10 ein

Umrahmt von Swing und Pop des 20-köpfigen Erlenbacher Chors „Open Doors“ feierten Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner den 650 000 Euro teuren Umbau der früheren Fahrzeugauslieferung in ein attraktives Dienstleistungszentrum am Audi-Tor 10.
Manfred Bischof, Vorstand der Audi BKK, nannte Zahlen: Mehr als 243 000 Versicherte in Baden-Württemberg und Bayern werden von insgesamt 189 Mitarbeitern in den Service-Centern Neckarsulm, Ingolstadt, Neuburg, Neumarkt, Augsburg und Singen betreut. In Neckarsulm allein kümmern sich 50 Mitarbeiter um die Versicherten auf einer Fläche von jetzt 1300 Quadratmetern.
Anmerkungen zum Gesundheitswesen machte der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Audi-Krankenkasse, Wolfgang Förster. Er befürwortete im Gegensatz zu Gesundheitsministerin Ulla Schmidt kleinere Einheiten: „Größe bedeutet nicht automatisch mehr Wirtschaftlichkeit.“ Kleinere Betriebskrankenkassen bewiesen gerade, dass pro Mitglied „deutlich weniger Verwaltungskosten anfallen“ und sie damit für den Wettbewerb besser gewappnet sind, so Förster.
Audi-Werkleiter Jürgen Lunemann erinnerte daran, dass 1894 schon vor der Produktion der ersten Fahrzeuge in Neckarsulm eine „Fabrikkrankenkasse für die Neckarsulmer Strickmaschinenfabrik“ gegründet wurde. Für die, so Oberbürgermeister Volker Blust, der damalige Gemeinderat die Genehmigung erteilt habe. „Heute hat er dafür keine Zuständigkeit mehr“, meinte der OB schmunzelnd.
Gesundheit habe beim Autobauer „höchste Priorität“, erklärte Lunemann. Der Gesundheitsstand sei ein Indikator für die Leistungsfähigkeit und damit der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.
An der Audi-Erfolgsgeschichte schreibt für den Betriebsratsvorsitzenden Norbert Rank auch die Betriebskrankenkasse mit. Die Fusion mit der BKK Alcan in Singen zum 1. Januar wertete er positiv, warnte allerdings: „Expansion um jeden Preis wird es nicht geben. Dafür tragen die Betriebsräte Sorge.“ Mustergültig sei an dem neuen Standort gelöst worden, dass die Kasse sowohl von innen für die Mitarbeiter als auch von außen für externe Kunden bestens erreichbar ist.
Als Ausdruck für das gute Klima zwischen dem Unternehmen Audi und der Stadt Neckarsulm wertete OB Blust die Einladung zu der Einweihungsfeier. Gemessen an den großen Investitionen auf dem Werksgelände sei die Umnutzung des Gebäudes zwar nur eine kleine, doch ein weiteres positives Zeichen am Standort. „Wir sind dankbar dafür, dass sich der Audi-Vorstand mit vielen Entscheidungen zu Neckarsulm bekennt.“
Zu den vielen Helfern, die ein solches Projekt realisieren helfen, gehört auch die Astrid-Lindgren-Schule. Die Kreissonderschule hat die alten, aber noch guten Büromöbel an ihre Partnerschule in Lettland weiter vermittelt. Dort war die Freude riesengroß.

Stimme.de