Sehnsucht nach Wasser

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Wanderausstellung der Bodensee-Wasserversorgung macht im Rathaus-Foyer Station

Von Falk Straub
Hanspeter Friede (links) und Professor Hans Mehlhorn präsentieren eine Turbine auf der Ausstellung „Wasser bewegt uns“.Foto: Falk Straub
Hanspeter Friede (links) und Professor Hans Mehlhorn präsentieren eine Turbine auf der Ausstellung „Wasser bewegt uns“.Foto: Falk Straub

Bad Friedrichshall - „Die Sehnsucht nach Wasser war nach dem Krieg sehr groß“, betont Hans Mehlhorn in seinem Vortrag. Bereits 1968 sei Bad Friedrichshall daher dem Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung (BWV) beigetreten. Drei Jahre habe man sich jedoch gedulden müssen, bevor 1971 das Wasser endlich habe fließen können. Mehlhorn ist Geschäftsleiter des Zweckverbands. Am Donnerstagabend ist er ins Rathaus-Foyer der Salzstadt gekommen, um den hiesigen Stadtwerken für ihre fast 40-jährige Partnerschaft etwas zurückzugeben: die Wanderausstellung „Wasser bewegt uns“. Auf große, geschwungene Stellwände sind Informationen zur Geschichte und zu den Aufgaben der BWV gedruckt. Wasserrohre, kleine Turbinen und andere Exponate stehen im Foyer verteilt. Auf einem Monitor läuft ein historischer Film über den Verband. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums im Jahr 2004 wurde die Ausstellung konzipiert. Seitdem tourt sie durch Baden-Württemberg, um ihren Besuchern die wichtigsten Fakten über die Struktur der BWV, über Wasseraufbereitung, Wasserverteilung und Wasserqualität zu liefern. Im Rathaus-Foyer macht sie nun bis 7. November Station.

„Der Termin lag einfach sehr günstig“, erklärt Hanspeter Friede die Entscheidung, die Ausstellung bereits 2007 nach Bad Friedrichshall zu holen. „Zwar jährt sich unsere Mitgliedschaft bei der BWV erst 2008 zum 40. Mal. Da die Ausstellung aber gerade frei war, wollten wir unseren Bürgern schon jetzt etwas über ihre Trinkwasserversorgung präsentieren“, so der 49-jährige kaufmännische Werkleiter der Stadtwerke. Vor allem einige Vorurteilen wolle man durch die Ausstellung beseitigen, immer wieder gestellte Fragen beantworten.

Große Reserven Dies ist auch Hans Mehlhorn wichtig, der den geladenen Gästen die Vorteile der Bodensee-Wasserversorgung nahe bringt. Die aktuellen und ehemaligen Mitarbeiter der Stadtwerke und einige Stadträte erfahren von ihm, dass es aufgrund des enormen Wasserdurchflusses unmöglich sei, den Bodensee leer zu trinken. Eine Angst, die vielleicht etwas abwegig anmutet, jedoch von mehr Menschen geteilt wird, als man annehmen würde. Auch zu Sorgen um die Wasserqualität nimmt der Geschäftsleiter Stellung. Durch seine Wassermenge von 50 Milliarden Kubikmetern sei der See gegen derartige Eingriffe bestens gewappnet, so Mehlhorn. Selbst Anschläge wie der Vergiftungsversuch mit Pflanzenschutzmittel im Jahr 2005 könnten dem Bodenseewasser nichts anhaben.

Von diesen Vorteilen ist auch Hanspeter Friede überzeugt, der den Beitritt zum Zweckverband auch aus heutiger Sicht für „eine gute und richtige Entscheidung“ hält. „Schließlich ist die BWV ein fundamentaler Bestandteil der Wasserversorgung der Stadtwerke Bad Friedrichshall.“

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