Partnerschaft zum Blühen gebracht

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Deutsch-französisches Frühlingskonzert mit Chor aus Durtal

Von Ute Plückthun
Gemütliches Zusammensein: Durtaler und Untereisesheimer erfrischen sich in der Pause des Frühlingskonzerts.Foto: Ute Plückthun
Gemütliches Zusammensein: Durtaler und Untereisesheimer erfrischen sich in der Pause des Frühlingskonzerts.Foto: Ute Plückthun

Untereisesheim - Für Bürgermeister André Logeais ist klar: Zwischen Durtal und Untereisesheim besteht eine „lebendige Partnerschaft, die wächst wie ein Baum“: Mit einem deutsch-französischen Frühlingskonzert in der Frankenhalle unterstrichen beide Gemeinden ihre Zusammengehörigkeit, die „aus sehr vielen persönlichen Freundschaften besteht“, wie auch Rathauschef Jens Uwe Bock betonte.

Viele Freunde „Mindestens zwei mal im Jahr“ treffen sich Siegfried und Petra Nolte mit Raymond und Monique Alusse. Gemeinsam runde Geburtstage und wie neulich die Hochzeit von Sohn Dominik zu feiern oder gemeinsam Urlaub zu machen, ist selbstverständlich geworden: „Unsere Franzosen sind für uns wie Familienmitglieder“, sagt Siegfried Nolte. „Wir haben gegenseitig unsere Kinder aufwachsen sehen.“ Petra Nolte spricht französisch, seit 14 Jahren besteht der intensive Kontakt. Auch Monique Alusse bestätigt: „Es ist eine große Freundschaft geworden.“

„Dass die Partnerschaft eben nicht nur aus einem Hin- und Herreisen der Verwaltung besteht“, ist Bock und seinem Kollegen Logeais ein Anliegen. Möglichst viele Bürger sollen eingebunden werden, mit Feriencamps auch junge Leute.

Erster Auftritt So war der 2002 gegründete Chor „Les Voix de Chambiers“ unter Leitung von Marie-Thérèse Brébion erstmals zu einem Konzertbesuch in Untereisesheim, auch wenn zahlreiche Mitglieder schon häufig privat zu Besuch weilten: Unterstützt vom Jugendorchester des Musikvereins Untereisesheim und Dirigentin Simone Orthgieß sowie dem Kinder-, Jugend- und Projektchor unter Leitung von Jürgen Orthgieß kamen zahlreiche bekannte Stücke in französischer Sprache zur Aufführung. So etwa „Au nom des enfants“ von Antonin Dvorak, „Do ré mi“ aus „Die Trapp-Familie“ oder Il en faut peu pour être heureux“ aus dem Dschungelbuch.

Das in Deutsch einstudierte „Nachtigallen“ erfreute die Zuhörer ebenso wie französischsprachige Beiträge des Kinder-, Jugend- und Projektchors mit „La mer“ oder „Sur le pont d'Avignon“. Geschlossenheit demonstrierte der gemeinsame Auftritt mit „Oh Champs Elysées“ und „Bruder Jakob“.

Eine neunstündige Omnibusfahrt hatten die 34 Sänger und Sängerinnen absolviert, um auch über Sprachgrenzen hinweg „mit Musik und Gesang zu einer brüderlichen Welt“ beizutragen, wie Logeais unterstrich.

Als früherer Lehrer am College de Roches hatte der Mitinitiator der langjährigen Partnerschaft intensive Kontakte zur Hermann-Greiner-Realschule und kam 1991 über einen Schüleraustausch mit den Untereisesheimern Gerhard und Annemarie Schweikle in eine freundschaftlich andauernde Verbindung.

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