Lottogewinn verändert ganz Höchstberg

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Begeisterte Zuschauer bei der Premiere des TSV-Theaterstücks "Nix Geld, nix Liebe"

Von Rudolf Landauer
Theater im Theater. Opa (Armin Klimmer) betritt als Zeus die Bühne, Willi (Michael Förch) fehlen die Worte, und das will etwas heißen.Foto: Rudolf Landauer
Theater im Theater. Opa (Armin Klimmer) betritt als Zeus die Bühne, Willi (Michael Förch) fehlen die Worte, und das will etwas heißen.Foto: Rudolf Landauer

Gundelsheim - Den Theaterbesuchern fällt es schon beim Einnehmen des Platzes in der Höchstberger TSV-Halle auf: Es geht um viel Geld. Auf den Tischen macht die Dekoration aus Lotto-Miniziehgerät und eingerollten Lottoscheinen auf das folgende Geschehen neugierig. Bei der Theatergruppe des TSV gehen die Vorbereitungen für die jährliche Spielrunde ins Detail. Und bei dem neuesten Stück "Nix Geld, nix Liebe", geht es wie im richtigen Leben zu.

Dreiakter Natürlich ist alles stark überzeichnet, als der geknackte Jackpot mit einer gigantischen Gewinnsumme das Leben im Gundelsheimer Teilort total verändert und nichts mehr so ist, wie zuvor. Geld verwirrt halt. Die Handlung des Dreiakters zwingt die Laienspieler dazu, mehrfach die Rollen zu wechseln und quasi Theater im Theater zu spielen. Auch im Stück ist nämlich eine Theateraufführung geplant, und die Schauspieler ziehen bereits daheim ihre Kostüme an, was zu weiteren Irrungen und Wirrungen führt.

Diese Handlung zwingt die Akteure dazu, sich schnell umzuziehen, das erfordert eine gute Logistik. Hinter den Kulissen haben Loni Schropp und Silvia Wolf, zuständig für die Maske, alle Hände voll zu tun. Alles muss zum rechten Zeitpunkt parat sein, um die jeweils passende Maskerade in kürzester Zeit anzubringen. Das Team um Regisseurin Elke Mosthaf hat die Routine, jedes Jahr ein neues und lustiges Stück einzuüben. Mosthaf kann dabei auf langjährige Charakterdarsteller bauen. Etwa der TSV-Vorsitzende Michael Förch, der in dem Stück den Willi spielt. Mit seinem Freund Georg (Jochen Frank), knackt er den Lotto-Jackpot. Den Gewinn wollen die beiden aber schlichtweg verschweigen, auch ihren Frauen. Doch diese − gespielt von Marisa Kappes und Julia Yvonne Amann − kennen alle Zahlen, weil Georg ausgeplaudert hat, dass er stets dieselben tippt. "Du hast vergessen den Schein abzugeben", rät Willi, um das Geheimnis zu wahren. "Ja, ich hab vergessen den Schein nicht abzugeben, äh abzugeben", antwortet Georg. "Du bist mein bester Freund, aber irgendwann bring ich dich um", schreit Willi ihn daraufhin an.

Zweideutig Als der Bürgermeister (Gundolf Kappes) mit der Russin Tamara (Sandra Herrmann) aufkreuzt, wird es zweideutig. Opa Rudi (Armin Klimmer) ist fürs Theaterstück nämlich schon als Göttervater Zeus verkleidet und mimt zudem eine Domina in Lackleder und mit Peitsche.

Steffi Keim spielt in dem Stück die schlagfertige Oma, auch Mike Rosmanite und Clarissa Maier mimen gekonnt ihre Rollen. Die meisten Einsätze zu absolvieren haben aber Förch (142), Frank (129) und Kappes (119) − das will erst einmal auswendig gelernt sein. Doch alles gelingt und die Zuschauer sind hellauf begeistert.

Am 11., 12. und 18. Dezember, jeweils um 19.30 Uhr in der TSV-Halle. Karten unter 07136 7933.

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