Klettern für die Kraft

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Macher der Gesundheitswoche sind mit dem Start zufrieden – Viele Stammgäste

Von Petra Halamoda
„Seit ich bei der Gesundheitswoche war, habe ich keine Schmerzen mehr. Das ist für mich das Wunder von Bad Wimpfen.“
          Heinz Bluhm
„Seit ich bei der Gesundheitswoche war, habe ich keine Schmerzen mehr. Das ist für mich das Wunder von Bad Wimpfen.“ Heinz Bluhm

Bad wimpfen - Da hat Dr. Karl Peter Krenkler der sportliche Ehrgeiz gepackt. Flugs steigt der 60-jährige Chemiker die Kletterwand im Gymnastikraum des SRH Gesundheitszentrums hoch. Greift nach den Kunststoff-Griffen, sucht mit den Füßen, die in Birkenstock-Sandalen stecken, Halt. „Chef, stopp!“ ruft Sporttherapeutin Caroline Heil. „Karl! Bitte“, beschwört auch Ehefrau Gabriele Krenkler.

Kraft und Koordination Bei der Gesundheitswoche, die noch bis kommenden Sonntag läuft, können Interessierte von der Wassergymnastik bis zu Pilates alles ausprobieren, was Spaß macht und gesund ist. Klettern gehört offensichtlich dazu. Das erfahren die 17 Teilnehmer des Trainings am eigenen Leib. „Im Prinzip könnte man genauso gut an der Sprossenwand üben“, sagt Caroline Heil. „Aber Klettern hat ganz hohen Aufforderungscharakter.“ Und stärkt den Rücken. „Perfektes Kraft- und Koordinationstraining, das baut die Muskeln auf.“ Die Koordination ist gar nicht so einfach, wie Gerald Vogt aus Bad Wimpfen feststellen muss. Nur die gelben Griffe und Tritte soll er benutzen? Das führt leicht zu Arm- und Beinverknotungen.

Aufmerksam hören Hans Rök (85) und Heinz Bluhm (60) von der Rheumaliga Arbeitsgemeinschaft Wolfach im Schwarzwald den Ausführungen der Sportwissenschaftlerin Caroline Heil zu. Stammgäste bei der Gesundheitswoche sind sie, hungrig nach Information und Vorträgen. „Wir wollen unser Allgemeinbefinden verbessern“, sagt Hans Rök. Große Stücke halten sie auf die Veranstaltungen während dieser Tage. „Ich war 26 Jahre auf dem Bau“, erzählt Heinz Bluhm. „Hier in Wimpfen habe ich mit Yoga, Meditation und Klangkörpermassage gelernt, mich total zu entspannen. Seit ich bei der Gesundheitswoche war, habe ich keine Schmerzen mehr. Das ist für mich das Wunder von Bad Wimpfen.“

Transparenz Nach einer guten halben Stunde leert sich schlagartig der Gymnastikraum, die rüstigen Rentner eilen zum nächsten Vortrag: „Faszination Herz“ von Dr. Reinhard Lang, Chefarzt Innere Medizin. Der rege Zulauf freut auch Gerda Maisenhälder vom Marketing. „Was mich begeistert ist, wie viele Leute aus Bad Wimpfen selbst und aus der Umgebung kommen“, sagt sie. Denn das ist eines der Ziele des Projekts: Die Arbeit des Zentrums transparent zu machen und der Öffentlichkeit vorzustellen. Besonders gut kommen die Angebote beim weiblichen Geschlecht an. „Wir haben ja auch Gruppen zu Gast. 80 Prozent davon sind Frauen. Ich denke, sie sind Gesundheitsthemen gegenüber einfach sehr aufgeschlossen.“ Ob sich das Programm generell eher an Ältere richtet? Gerda Maisenhälder schüttelt den Kopf. Das hänge ganz vom Angebot ab, erklärt sie. „Aquariding, also Fahrrad fahren im Wasser, spricht vor allem Jüngere an.“

Nach oben  Nach oben