Geld verhilft zu mehr Selbstständigkeit

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Firma Binder spendet 6400 Euro für Astrid-Lindgren-Schüler

Von Ute Plückthun
Cordula Motz, Wolfgang Beger, Rolf Schön, Peter Krause (hinten v.l.), Tobias, Matthias, Margot Binder und Leonie (vorne v.l.) freuen sich bei der Übergabe.Foto: Plückthun
Cordula Motz, Wolfgang Beger, Rolf Schön, Peter Krause (hinten v.l.), Tobias, Matthias, Margot Binder und Leonie (vorne v.l.) freuen sich bei der Übergabe.Foto: Plückthun

Neckarsulm - Beständigkeit und Nachhaltigkeit sind es, die das Verhältnis der Neckarsulmer Firma Binder mit der Astrid-Lindgren-Schule kennzeichnen: Seit etwa 40 Jahren spendet das Unternehmen für die Schule. Im 51. Jahr seines Bestehens waren es 6400 Euro, das aus Spenden der Belegschaft bei der Weihnachtsfeier und aus einer Aufstockung durch die Firma zusammengekommen sind.

Etabliert "Frau Binder hat uns schon ein paar Mal Geld geschenkt", erinnert sich der Schüler Tobias begeistert. Der 19-Jährige muss es wissen, immerhin zählt er in diesem Jahr zu den Schulabgängern: 100 000 Euro sind im Laufe der Zeit zusammengekommen", rechnet der Betriebsratsvorsitzende Rolf Schön vor. Warum es der Firma jedes Jahr ein Anliegen ist, zur Scheckübergabe zu schreiten, formuliert er im Sinne von Chefin Margot Binder: "Die Schule ist in Neckarsulm etabliert, und wir gehören zu Neckarsulm." Somit hätten die Astrid-Lindgren-Schüler Priorität.

Nicht nur Schülersprecher Matthias (16) bedankte sich für die Spende, sondern auch Schulleiter Peter Krause und sein Stellvertreter Elmar Rehm. Der Fördervereinsvorsitzende Wolfgang Beger nahm das Geld entgegen, das "eins zu eins den Schülern zugute kommt".

So zum einen für die Reiteinheiten beim Reitverein Bad Friedrichshall, die drei Gruppen der Astrid-Lindgren-Schule seit 1991 betreiben. Zwei davon als therapeutische Maßnahme, die Voltigiergruppe sogar mit sportlicher Absicht: "Sie wollen für die Special Olympics ihr Leistungsniveau erhöhen, deshalb haben wir ein neues Voltigierpferd angeschafft", erklärt Beger.

Zum anderen nützt die Spende dem Unterhalt der Schulbusse. "Der Förderverein springt überall dort ein, wo das Landratsamt nicht zahlt", sagt Beger. Nur deshalb könne sich die Schule die hohe Anzahl von fünf eigenen, teilweise rollstuhlgerechten Bussen erlauben, die die Schüler etwa zum Schwimmen oder zu anderen gemeinschaftlichen Veranstaltungen befördern würden.

Über eine dritte Verwendung freute sich Schülerin Leonie (16) besonders: Sie geht gern einkaufen, ist jedoch sprachlich sehr eingeschränkt. Vom Lehrer programmierte elektronische Kommunikationshilfen in der Größe eines Diktiergeräts sollen ihr und anderen Schülern helfen. Mit vorformulierten Sätzen und Bildern. "Der Anteil der Kinder, die nicht sprechen können, ist relativ hoch", berichtet Rehm. Projekte, in denen manche Schüler allein einkaufen gehen dürften, seien sehr wichtig.

Planungssicherheit "Für den Förderverein ist die Spende jedes Jahr eine großartige Sache", bestätigte Wolfgang Beger. Denn das fast schon sichere Eintreffen des Geldes gebe der Schule ein hohes Maß an Planungssicherheit. "Das ermöglicht viele Leistungen und Aktivitäten, die wir sonst nicht durchführen könnten."

Nach oben  Nach oben