Container müssen in den Untergrund
Gemeinderat beschließt Unterflur-Variante auch beim Seniorenzentrum

Erlenbach - Containerstandorte sorgen immer wieder für Gesprächsstoff – auch in der Gemeinde Erlenbach. Keiner will die Blechkisten direkt vor seiner Haustüre haben, aus optischen Gründen – und auch sonst. Hinzu kommt nicht selten, dass es Mitbürger mit der Sauberkeit nicht allzu ernst nehmen und ihren Müll auch mal unerlaubt daneben stellen. Dies geschieht vor allem dann, wenn die Container voll sind und nicht rechtzeitig geleert werden.
Gut bewährt haben sich bisher im Neubaugebiet Holzweg im Ortsteil Binswangen die sogenannten Unterflur-Container, von denen nur die Einwurfschächte aus Edelstahl zu sehen sind. Auch wilde Ablagerungen sind hier weniger ein Thema. „Dort funktioniert es gut“, bekräftigte jetzt im Gemeinderat Natascha Bär. Die Bürgervertreterin von der FWV forderte deshalb mit Nachdruck, auch in der Weinstraße die oberirdischen Container in den Untergrund zu verbannen.
Die Kosten für zwei Unterflur-Containeranlagen belaufen sich nach Recherchen der Verwaltung auf rund 50 000 Euro. Hinzu kommen noch 15 000 Euro für Tiefbau, Garten- und Landschaftsbau sowie für Elektroarbeiten. „Viel Geld“, findet Martin Schropp (CDU), der jedoch von einer „guten Sache“ spricht.
Auch in der Talstraße, auf dem Parkplatz beim Seniorenzentrum, sollen Unterflur-Container installiert werden. Dies hatte der Gemeinderat bereits im November vergangenen Jahres mehrheitlich beschlossen. „Aus optischen Gründen“, hieß es damals. Auch jetzt, für die Weinstraße, fiel die Entscheidung mehrheitlich. Zwei Gemeinderatsmitglieder wollen zunächst abwarten, „wie es in der Talstraße funktioniert“.
Da im Haushaltsplan 2008 keine Mittel eingestellt sind, ist für diesen Posten eine außerplanmäßige Ausgabe notwendig.
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