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Erlenbach

Traditionsbäcker Roland Förch feiert seinen 75. Geburtstag

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"Das Besenbrot wird meinen Vater sein Leben lang begleiten und inzwischen auch mich", sagte Sohn Roland über seinen Vater

Bekannt ist Roland Förch vor allem für sein Besenbrot.Foto: Landauer
Bekannt ist Roland Förch vor allem für sein Besenbrot.Foto: Landauer

"Das Besenbrot wird meinen Vater sein Leben lang begleiten und inzwischen auch mich", sagte Sohn Roland über seinen Vater Roland Förch, der am Ostersonntag 75 Jahre alt wird. Förch und Besenbrot bilden eine Symbiose − wird das Brot genannt, ist sein Name meistens nicht weit.

Großvater Den Erlenbacher kennen zahlreiche Menschen in der Region und schätzen die Backwaren aus der großen Backstube an der Hauptstraße. Zuverlässigkeit, Wertschätzung der Mitarbeiter und der Kunden, Pünktlichkeit, Fleiß und Qualität sind die Attribute, auf die der Jubilar größten Wert legt und die den 1899 vom Großvater Alois gegründeten kleinen Bäckereibetrieb zu einem bekannten mittelständischen Betrieb wachsen ließen. "Meine Wurzeln sind in Erlenbach und ich bin meiner Heimat treu geblieben und habe es nie bereut", sagte Roland Förch.

20 Jahre lang saß er im Gemeinderat der Kommune. Trotz des körperlich schweren Berufs war Roland Förch in über 60 Berufsjahren zusammengenommen lediglich drei Wochen krank. An Erlenbacher Weinfesten sind bei Förch bis zu 80 Stunden Arbeit in der Woche keine Seltenheit, wie er erzählt. Bis vor zwei Jahren spielte er außerdem Tennis: "Zum Wandern ins Allgäu fahre ich immer noch regelmäßig", sagte er. Mit 14 Jahren kam er 1946 aus der Schule und fing sofort an, in der Backstube zu arbeiten und musste um vier Uhr morgens anfangen. Sein Vater Hans kam kriegsversehrt nach Hause und konnte nicht arbeiten. "Eigentlich wollte ich ja einmal Bankkaufmann werden. Aber ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich mit meiner Familie erreichen konnte", blickte Roland Förch heute zurück.

Großvater Alois hat das berühmte Bauernbrot kreiert, aus dem das Besenbrot wurde. Förch belieferte mit seinem Brot die bekannten Erlenbacher Besenwirte, woraufhin die Gäste dort oft fragten, wer es denn backt − die Antwort lautete: unser Dorfbäcker Förch.

Besenbrot Dann kamen sie zur Bäckerei und verlangten zum Beispiel ein Haberkern-Brot, so heißt ein Besenwirt. Daraus entstand der Name Besenbrot. Als Marke geschützt ist das Besenbrot allerdings nicht − dafür aber die "Besenschnecke" aus denselben Zutaten. lan

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