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Badfriedrichshall

Internationale Gäste zur Geburtstagsparty

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Buntes Programm beim 60. Wald- und Bockbierfest des Musikvereins

Von Werner Glanz
Sind über den Neckar von Bad Wimpfen gekommen (v.l.): Willi und Helga Ruckwied sowie Gerhard und Rita Brixner. Foto: Werner Glanz
Sind über den Neckar von Bad Wimpfen gekommen (v.l.): Willi und Helga Ruckwied sowie Gerhard und Rita Brixner. Foto: Werner Glanz

Ab in den Urlaub, so hieß es am Wochenende für viele Baden-Württemberger. Doch auf dem Weg zur Erholung gab’s manche Hindernisse zu überwinden. Vor allem Richtung Süden rollten die Pkw Stoßstange an Stoßstange. Es ging aber auch ohne Stau. Denn viele aus der Region entschieden sich für den Besuch des 60. Wald- und Bockbierfestes des Musikvereins Bad Friedrichshall. So war die Veranstaltung beim Waldheim im Stadtteil Jagstfeld auch an allen drei Tagen bestens besucht.

Fritteuse Draußen brannte die Sonne bei über 30 Grad gnadenlos vom Himmel auf den Asphalt. Drinnen herrschte dagegen unter dem Blätterdach des Kocherwaldes idyllische Biergartenatmosphäre. Da waren die Temperaturen ganz angenehm − wenn man nicht gerade als Helfer an den Fritteusen stand, um die "weit über die Grenzen hinaus bekannten Hähnchen", so Vorsitzende Sigrid Jessel, zu frittieren. Oder in der Pfanne Gyros zubereitete, Würste auf dem Grill drehte oder für die Flammkuchen zuständig war.

Ungleich angenehmer hatten es die Helfer, die Radi mit Obazda und Butterbrot oder Vollkornpanini mit Tomaten und Mozzarella zubereiteten. Ganz zu schweigen von denen, die am Zapfhahn die Gläser mit gold-gelben Biervariationen füllten. Doch alle 150 Helfer, die an den drei Tagen schichtweise im Einsatz waren, hatten alle Hände voll zu tun. Die Besucher mussten an Kasse und Ständen nicht einmal anstehen. Für den reibungslosen Nachschub sorgte ein fleißiges Bedienungsteam, auf das Jessel seit nunmehr fünf Jahren zurückgreifen kann. "Das ganze steht und fällt mit den Helfern", lobte die Vorsitzende, "und natürlich mit dem Wetter."

Zahlreiche Besucher verfolgten am Samstagabend den Fassanstich. Einen guten Platz gesichert hatten sich die Wimpfener Helga und Willi Ruckwied sowie ihre Freunde Rita und Gerhard Brixner. Das Quartett zählt wie viele zu den Stammgästen des Festes, bei dem Gemütlichkeit Trumpf ist. Etwas abseits der Bühne hatten sich Sylvia Beckmann und Kerrin Richter platziert. Die Sächsin lebt seit 13 Jahren in der Salzstadt, ihr haben es besonders die heißen Waffeln angetan. Selbst aus Wales und Frankreich reisten Gäste an.

Alle waren gespannt, ob’s eine Bierdusche gibt oder nicht. Doch Bürgermeister Timo Frey löste die Aufgabe souverän. Das Stadtoberhaupt zeigte sich bestens vorbereitet, hatte das "Handgelenk geschmiert" und einen fast nagelneuen Holzhammer zur Verfügung. Eins, zwei gezielte Schläge: und angezapft war das Fass der Distelhäuser Brauerei.

Sekt Die Stadtkapelle Bad Friedrichshall brachte unter der Leitung von Stefan Herzog außerdem den Beweis: Mit Musik geht eben doch alles besser. Das setzte sich in den folgenden Tagen fort mit den Musikvereinen aus Obereisesheim und Duttenberg, dem Kolpingblasorchester Offenau sowie der SBF-Bigband, der Jugend- und der Seniorenkapelle Bad Friedrichshall. Anlässlich des runden Geburtstages lud die Vereinsführung zu Beginn noch ehemalige Musiker und Dirigenten zum Sektempfang ein, der laut Jessel "sehr gut angenommen" wurde.

Für die kleinen Gäste stand ein Vergnügungspark zur Verfügung und für Nachmittag hatte Maskottchen "Mäggi", wie schon viele Jahre zuvor, sein Kommen angekündigt.

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