Modernes Gewand für EDV-Raum
2800 Kursbesucher nutzten Bildungsangebot der VHS-Außenstelle

Happy Apple Camp, Gang durch die Weltgeschichte oder EDV-Kurse: Die Bad Wimpfener Außenstelle der Volkshochschule Unterland ist gut aufgestellt. Rund 2800 Teilnehmer verbuchte Leiterin Sabine Klenk-Böttcher im vergangenen Jahr, 41 Prozent davon aus der Stauferstadt. "Damit hat jeder sechste Bad Wimpfener einen Kurs besucht", sagte sie in ihrem Jahresbericht vor dem Gemeinderat.
Auch in der Nachbarschaft beweise die VHS Bad Wimpfen Zugkraft. 24 Prozent der auswärtigen Besucher seien sogar aus entfernteren Landkreisgemeinden oder angrenzenden Landkreisen gekommen. Rainer Albrecht, Direktor der VHS Unterland, gestand der Außenstelle mit 2873 Unterrichtseinheiten gemessen an der Einwohnerzahl "doppelt so viele wie im Durchschnitt des Landkreises und des Landes zu." Die 1991 als Zweckverband aus insgesamt 36 Städten und Landkreisgemeinden gegründete VHS Unterland mit 33 Außenstellen, 50 festangestellten Mitarbeitern und 900 Dozenten sei die achtgrößte in Baden-Württemberg.
Sprachen Im Bereich Mensch und Gesellschaft hob Sabine Klenk-Böttcher den Kurs "Gang durch die Weltgeschichte" hervor: "Das passt sehr gut zur Stadt". Die Sprachen lieferten die meisten Unterrichtseinheiten, darunter auch ein niedrigschwelliges Deutschangebot. Vegane Schwarzwälder im Bereich Gesundheit, ein Liegestuhl aus Lärchenholz als Gestaltungsmöglichkeit oder das alle zwei Jahre vertretene "Happy Apple Camp" als Schwerpunkt beim Kinderferienprogramm machten Bad Wimpfen zu einem "attraktiven Ort für Bildungsangebote".
Einer der drei EDV-Räume der Volkshochschule Unterland befindet sich im Bad Wimpfener Konventhaus. "Die bisherige Konzeption rechnet sich nicht mehr", gestand Rainer Albrecht ein. Ziel bis 2015 sei ein Zukunftsvertrag, der die Ausrüstung des Raums für ein attraktives Angebot und ein flexibles Konzept mit Kursen zu Tablets und Smartphones sowie Internetbenutzung vorsehe. Dafür seien etwa Beamer oder Laptops erforderlich. Die VHS übernehme die Erstausstattung und die Kosten für den Internetzugang, während die Stadt die Renovierungs- und Heizkosten trage und den Raum mietfrei zur Verfügung stelle.
Bürgermeister Claus Brechter würdigte die Arbeit der "erfolgreichen und aktiven Außenstellenleiterin" und hob die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung hervor: "Der Dank ist die schärfste Form der Bitte: Weiter so."
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