Clemens Rapp Sportler des Jahres
Handballdamen für Aufstieg in die erste Bundesliga ausgezeichnet

Der Neckarsulmer Sportler des Jahres 2016 heißt Clemens Rapp: Bei der 41. Sportlerehrung in der Ballei wurde der Freistil-Spezialist aus der Schwimmabteilung der Neckarsulmer Sportunion (NSU) insbesondere für seine beeindruckenden Leistungen bei den Olympischen Spielen in Rio ausgezeichnet. Mannschaft des Jahres wurde erwartungsgemäß die erste Damen-Handballmannschaft, die souverän den Aufstieg in die erste Bundesliga gemeistert hatte.
Insgesamt 204 Sportlerinnen und Sportler erhielten Medaillen für ihre im vergangenen Jahr errungenen Spitzenplätze: 56 mehr als im Vorjahr. "Diese Steigerung ist dem starken Anstieg bei Erfolgen in den Mannschaftssportarten geschuldet", sagte Oberbürgermeister Steffen Hertwig.
Ergebnisse Diese hätten in den Aufstiegen der Handballdamen und Triathlonherren in die erste Bundesliga gegipfelt. Herausragend sei auch der Aufstieg der NSU-Fußballer in die Oberliga gewesen. "Die Rugby-Mannschaft konnte sich in der zweiten Liga behaupten − und die Tischtennis-Herren und -Damen erbrachten in der dritten Bundesliga stabile Leistungen", freute sich der Rathauschef und unterstrich ebenso Spitzen-Einzelergebnisse in Sportarten wie Kanu, Triathlon oder Schwimmen.
Die Neckarsulmer Sportförderung habe keine Mittelkürzung erfahren, denn sie gehöre mehr denn je zu den wichtigen kommunalen Aufgaben. Immerhin vermittle der Sport Werte wie Teamfähigkeit, Fairness oder Selbstvertrauen und die Möglichkeit zur Integration unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen.
Fundament "Trotz der angespannten Finanzlage sind die Sportstätten in Neckarsulm sehr gut, hervorragend gepflegt und dazu noch kostenlos", lobte der Sportkreis-Vorsitzende Klaus Ranger und dankte Übungsleitern, Trainern, Betreuern und Helfern. Die geehrten Sportler seien die leistungsmäßige Spitze, die aber ein "riesiges Fundament" benötige.
Deshalb müsse man sich auch um die Breite kümmern und bereits Kindergarten- und Schulkinder in den Sport sozialisieren. Zum Glück gebe es mit einigen Rektoren sehr sportaffine Personen: "Wir sollten diese Chance nicht verstreichen lassen." Er betonte, dass das Augenmerk ebenso auf älteren Personen liegen solle. Dass letztendlich der Bürgertreff die vom Württembergischen Landessportbund angestoßenen Bewegungstreffs übernommen habe, "kann ich nicht verstehen". Er appellierte an die Sportvereine, nicht zu vergessen, dass sie in erster Linie für den Sport zuständig seien.
Den Rang eines Zuschauermagneten, der in Neckarsulm einen wahren Handballboom mit bis zu 1000 Zuschauern pro Begegnung ausgelöst habe, erkannte der Oberbürgermeister der ersten Damenhandballmannschaft mit Nives Ahlin, Hannah Breitinger, Maike Daniels, Katrin Fischer, Emilia Galinska, Luisa Gerber, Melanie Herrmann, Lena Hoffmann, Celine Ineichen, Selina Kalmbach, Svenja Kaufmann, Mirjana Milenkovic, Kathrin Rüttinger, Celia Schneider, Isabel Tissekker, Milena Vlahovic und Alena Vojtiskova zu. Für ihren bereits im März gesicherten Aufstieg in die erste Bundesliga wurde das von Emir Hadzimuhamedovic trainierte Team ausgezeichnet.
Anfeuern "Momentan ist sie die höchst spielende Mannschaft der Region", führte Steffen Hertwig an. Trotz der Niederlage gegen das Tabellenschlusslicht Nellingen werde er auch das kommende Spiel gegen Göppingen kräftig anfeuern.
Teammanagerin Jutta Perger unterstrich in ihrer Laudatio den hohen Aufwand von fünf bis sechs Trainingseinheiten in der Woche. Trotz aller Disziplin habe sich die Mannschaft Lockerheit, Bodenständigkeit und sympathisches Auftreten bewahrt.
Der, der sogar mit Vollbart schnell schwimmt und eine tolle Technik hat: So würdigte der Nachwuchs der NSU-Abteilung Schwimmen das Aushängeschild Clemens Rapp. Der gebürtige Weingartener und 27-jährige Student des Wirtschaftsingenieurwesens in Heidelberg war bei der Olympiade 2016 in Rio an den Start gegangen.
"Ohne Fleiß kein Preis": In seiner Laudatio würdigte Abteilungsleiter Uwe Schuster den Olympiateilnehmer, der seit März der Sportunion angehöre, 35 Trainingsstunden wöchentlich absolviere sowie viele Kniffe weitergebe. Im 400-Meter-Freistil hatte Clemens Rapp einen 24. Platz verbucht. Mit der 4x200-Meter Freistilstaffel wurde er Sechster.
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