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Badrappenau

Autohaus Jung startet durch

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Millioneninvestition in der Riemenstraße soll Zukunft des Unternehmens sichern

Von unserer Redakteurin Ulrike Plapp-Schirmer
Kai Uibelhör (links) und Hermann Jung vor der Baustelle in der Riemenstraße.
Kai Uibelhör (links) und Hermann Jung vor der Baustelle in der Riemenstraße.

Die Baustelle liegt in den letzten Zügen. Im Februar hoffen Kai Uibelhör und Hermann Jung umziehen zu können. Weit haben es die Gesellschafter des Autohauses Jung und ihre 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht: Sie müssen gerade Mal über die Riemenstraße rübergehen. Der kurze Weg ist das Ende eines langen Prozesses, der vorausging. "Seit drei Jahren beschäftigen wir uns mit dem Projekt", sagt Kai Uibelhör: "Wir sind längst an unsere Kapazitätsgrenzen gestoßen."

Platz Mit der Investition von mehreren Millionen in ein modernes Autohaus sollen Probleme der Vergangenheit beseitigt werden: In der Werkstatt hätten sie eine lange Vorlaufzeit gehabt, so Uibelhör. Obwohl in Bad Rappenau seit Mai 1998 im Zweischichtbetrieb gearbeitet wird, mit Öffnungszeiten von 6 bis 20 Uhr. Die Immobilie in der Riemenstraße 22 sei auf 20 Mitarbeiter ausgelegt, "aber hier schaffen doppelt so viele". Zahlreiche Schreibtische stehen im Ausstellungsraum, und der sei eigentlich mehr eine Auslieferungshalle, so Uibelhör: "Wir haben Platzprobleme." Eine Lösung musste her.

Die Umstrukturierung begann vor zwei Jahren, als das Autohaus Jung ein Nachbargrundstück kaufen und damit seine Gebrauchtwagenausstellung verlagern konnte. Auf dem Grundstück gegenüber stand bislang die Räderhalle, der Rest war Parkfläche. Zusammen mit der VW-Bauberatung ist dort nun ein Gebäudekomplex entstanden, der laut Uibelhör einzigartig im Stadt- und Landkreis Heilbronn ist − "mit einer großen Werkstatt für unsere Konzernmarken VW, Audi, Skoda und VW-Nutzfahrzeuge: Und da sind wir total stolz drauf."

Stolz ist der Geschäftsführer und Miteigentümer auch auf die 16 Hebebühnen, über die diese Werkstatt verfügen wird. An dreien könne man mit dem Kunden besprechen, was repariert werden müsse. Das sei ungewöhnlich viel: Bislang habe man nur eine sogenannte Dialog-Annahme gehabt. "Mit der Erweiterung steigern wir unsere Kapazität um 100 Prozent", sagt Uibelhör. Die Öffnungszeiten ändern sich auf 8 bis 18 Uhr. Gearbeitet wird künftig im Einschichtbetrieb. Der Kunde bespricht sich am Abend mit dem Mitarbeiter, dem er auch morgens das Auto übergeben hat. Die Mitarbeiter wechseln von einer Fünf- auf eine Vier-Tage-Woche.

Skoda Mit dem Auszug aus dem alten Gebäude beginnt dort der Umbau zu einem modernen Skoda-Autohaus. "Wir haben dann sämtliche Konzernmarken an einem Standort." Die Skoda-Vertretung ist noch in Siegelsbach, wo schließlich in einem dritten Schritt eine Freie Werkstatt mit einem echten Gebrauchtwagenverkauf "speziell für Fahranfänger" entstehen soll.

Laut Statistik wanderten 30 Prozent der Kunden nach der Gewährleistung in Freie Werkstätten ab: Die wolle man mit qualifiziertem Personal halten, "aber auch Kunden dazugewinnen".

Team "Wir haben hier ein tolles Team", sagt der 43 Jahre alte Kai Uibelhör über seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch um deren Zukunft in Bad Rappenau und Siegelsbach zu sichern, gehe man das Risiko einer Großinvestition ein.

Ein Autohaus-Mitarbeiter hat die Baustelle in der Riemenstraße mit einer Drohne fotografiert. Das Bild zeigt die Größe des neuen Gebäudes. Foto: Autohaus Jung
Ein Autohaus-Mitarbeiter hat die Baustelle in der Riemenstraße mit einer Drohne fotografiert. Das Bild zeigt die Größe des neuen Gebäudes. Foto: Autohaus Jung
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