Auf den Spuren von Tom Bullus
Nachfahren des NSU-Werkrennfahrers zu Besuch im Deutschen NSU- und Zweiradmuseum

Renngeschichte wieder aufleben lassen: Ronnie Bullus und seine Schwester Erika Baynard, geborene Bullus, kamen Anfang November mit einem Großteil ihrer Familien zum ersten Mal nach 54 Jahren nach Stuttgart und Neckarsulm zu Besuch.
Siegreich Zum einen war die Sehnsucht groß, nach dieser langen Zeit einmal wieder die Cousinen und Cousins zu treffen, die sie zuletzt in ihren Zwanzigern gesehen hatten, und bei dieser Gelegenheit deren Familien kennenzulernen.
Zum anderen wollten sie auf den Spuren ihres geliebten Vaters, Tom Bullus, wandeln, der in den Jahren 1930 bis 1933 als Werksrennfahrer von NSU so viele Siege bei allen bedeutenden Motorradrennen dieser Zeit davongetragen hatte. 1933 heiratete Tom Bullus die jüngste Tochter von NSU-Direktor (von 1904 bis 1933) Fritz Gehr, Hilde Gehr, und kehrte anschließend nach England zurück. Am Tag vor dem Besuch im Deutschen Zweirad- und NSU-Museum fuhren sie bereits mit ihren Töchtern und einigen deutschen Verwandten die alte, über 22 Kilometer lange Solitude-Rennstrecke ab, wo ihr Vater im Juli 1930 das Solitude-Rennen auf seiner neuen NSU-Maschine SS 500 so bravourös in neuer Rekordzeit gewann. Am Abend folgte eine große, emotionale Familienfeier in Stuttgart, bei der die deutsche Verwandtschaft das Wiedersehen feierte.
Erinnerungen Es handelte sich hierbei um die Nachfahren der Geschwister von Hilde Gehr: Edith, die 1926 den Sohn des frühen (1884 - 1910) NSU-Direktors und Kommerzienrats Gottlob Banzhaf, Dr. Ing. Walter Banzhaf, heiratete und Margarethe, die 1928 den Stuttgarter Fotohändler und -fabrikant Eugen Krauss heiratete.
Die Gäste waren aus der speziellen "Bullus-Ecke" im Deutschen Zweirad- und NSU-Museum gar nicht mehr weg zu bewegen. red

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