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Untereisesheim

Neue Kabinen, Duschen, Internet

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Glücklich über die neuen Umkleide- und Duschräume im neu errichteten Obergeschoss des Vereinsheims sind Sarah Landvatter und Isabelle Kanbach. Sie gehören der Frauenfußballmannschaft des TSV Untereisesheim an.

Von Peter Klotz
Endlich neue Umkleideräume: Der 112 Jahre alte TSV Untereisesheim hat nach dem Umbau ein schickes neues Vereinsheim.  
Foto: Peter Klotz
Endlich neue Umkleideräume: Der 112 Jahre alte TSV Untereisesheim hat nach dem Umbau ein schickes neues Vereinsheim. Foto: Peter Klotz  Foto: Klotz

Glücklich über die neuen Umkleide- und Duschräume im neu errichteten Obergeschoss des Vereinsheims sind Sarah Landvatter und Isabelle Kanbach. Sie gehören der Frauenfußballmannschaft des TSV Untereisesheim an. Die beiden können sich noch gut an die Zustände im Untergeschoss erinnern. Die alten Sanitärräume litten unter den nicht selten auftretenden Hochwassern. Und der Schmutz, den solchen Ereignisse mitbringen, ließ sich nicht mehr komplett entfernen. Zudem gab es nur einen Duschraum, so dass bei gleichzeitigen Trainings- oder Spielterminen eine Absprache mit den Männern notwendig war. Die Schiedsrichter mussten sich im Heizraum umziehen.

Gründung

Diese Zeiten gehören nun der Vergangenheit an, wie Vorstand Klaus-Peter Kohlhase bei der feierlichen Eröffnung stolz verkündete. Nach der Vereinsgründung 1902, dem Bau des Heimes 1957, der Erweiterung 1975 ist für ihn die aktuelle Aufstockung ein weiterer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte. Pläne für den Umbau gab es viele, aber eine finanziell vertretbare Realisierung war schwierig zu erreichen. "Charmant und hartnäckig zugleich", wie Bürgermeister Bernd Bordon sagte, klopfte Kohlhase lange an der Rathaustüre, bis man 2012 eine für alle Seiten vertretbare Lösung fand. Die Gemeinde Untereisesheim steuerte 64 000 Euro zum 250 000 Euro teuren Umbau bei, gab ein Darlehen von 90 000 Euro und finanzierte den WLSB-Zuschuss von 32 000 Euro vor, so dass der Bau in Angriff genommen werden konnte.

Für die Umsetzung der Pläne fand man in Thomas Flohs einen Architekten aus dem Ort, der zudem Vereinsmitglied ist. Er setzte den Raumplan um - vier gleichgroße Kabinen mit je 20 Quadratmetern, zwei Duschräume mit je acht Duschen, zwei Toiletten und eine Schiedsrichterkabine mit Internetanschluss. Gestützt auf 22 Meter lange Stahlträger erhebt sich ein neuer Baukörper mit 165 Quadratmetern umschlossen von fünf Tonnen Stahl und 30 Tonnen Holz über dem alten Gebäude. Den göttlichen Segen für die neuen Räumlichkeiten spendeten der evangelische Pfarrer Ralf Rohrbach-Koop und der katholische Diakon Klaus Börger. Sie segneten das Vereinsheim und baten um Beistand für eine unfallfreie Benutzung.

Einsatz

Mit persönlichem Einsatz unterstützten Vereinsmitglieder die Bauphase. Bei sieben besonders fleißigen Handwerkern bedankte sich der Vorstand. Das waren: Erwin Hasl, Dietmar Engel, Burkhard Struckmeier, Jürgen Feil, Robert Fuß, Matthias Frank und Armin Kühner. Hasl, seit einem Jahr in Ruhestand, empfand die Bauphase als eine gute Gelegenheit, die verschiedenen Gruppen um Verein zusammenzubringen. Bei den Wochenendeinsätzen mit vielen Aktiven oder den Arbeiten unter der Woche hat sich das Verhältnis intensiviert.

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