Unterdrückte Männerbewegung

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Bei der Winterfeier des TSV Ochsenburg

Von Werner Stuber
Weil der Lokalredakteur ein Techtelmechtel mit Elvira, Hubertus Gegenkandidatin, beginnt, schneidet Friedolin ihm die Krawatte ab und schließt ihn aus der Männerbewegung aus. Foto: Werner Stuber
Weil der Lokalredakteur ein Techtelmechtel mit Elvira, Hubertus Gegenkandidatin, beginnt, schneidet Friedolin ihm die Krawatte ab und schließt ihn aus der Männerbewegung aus. Foto: Werner Stuber

Zaberfeld - Bürgermeisterwahl in Ochsenburg - ein wahrlich turbulentes Theaterstück, das die Schauspielertruppe des TSV Ochsenburg bei der Winterfeier ihres Sportvereins präsentierte. Sebastian Schüle als Bürgermeisterkandidat Hubertus Hämmerle, sein treudoofer Freund Friedolin (Julian Schüle), die Frauen der beiden Freunde, Roswitha Hämmerle (Helge Steinhausen als Mann in Frauenkleidern) und Maria (Manuela Kübler), Dorfpolizist Otto Hebeisen (Heiko Kübler) sowie Hubertus Gegenkandidatin, die geistig etwas unterernährte Bäuerin Elvira Bächle (Susanne Trossbach) sorgten in der vollbesetzte Vereinsturnhalle für Lachsalven am laufenden Band.

Außerdem spielten noch Tobias Aldinger den Sparkassenboten Fingerle, Christopher Aldinger den Lokalredakteur Ferdinand Freiherr von Waltersleben und Sandra Kull dessen Assistentin „Jennykind“ (Jenny Kind). Und wenn auch das Stück an der einen oder anderen Stelle etwas derb wurde - die Besucher waren riesig begeistert.

Überzahl Kein Wunder, denn in das Stück mit dem Titel „Bürgermeister Hubertus“ haben Regisseur Helmut Klein und seine Truppe Ochsenburger Lokalkolorit eingebaut, wo immer es ging. Die Handlung des Stückes: Das bisherige Gemeindeoberhaupt geht in den Ruhestand. Da sieht Hubertus seine große Chance gekommen, selbst Bürgermeister zu werden. Allerdings, die Sache hat einen Haken: Die Frauen im Dorf sind in der Überzahl und von deren Emanzipationsgehabe fühlen sich Hubertus und Friedolin schon lange immer mehr „unterdrückt und entrechtet“. Flugs treffen sich die beiden im „Sternen“ zur Lagebesprechung und gründen „die erste Schwäbische Männerbewegung“, SMB. Diesem Treiben sehen die Frauen natürlich nicht tatenlos zu und beschließen, dass eine Frau, nämlich Elvira, Bürgermeister werden soll. Die Männerbewegung indes startet daraufhin zum Gegenangriff und entführt Elviras Lieblingssau Rosa. Die Freveltat wird jedoch beobachtet und die entführte Sau von den Frauen gegen Elvira selbst ausgetauscht.

Jetzt schlägt die große Stunde von Dorfpolizist Otto Hebeisen: Er verhaftet die beiden „Schwerverbrecher“ Hubertus und Friedolin. Die List der Frauen ist jedoch eine andere: Das Gefängnis bleibt den beiden erspart. Sie versprechen, Elvira als Bürgermeisterin zu wählen. Doch dann erscheint - laut schellend - plötzlich der Dorfbüttel (Wolfgang Keller) und verkündet: „Alles umsonst, es gibt koi Wahl, en Zukunft kommt Zaberfeld zu Ochsenburg - äh - Ochsenburg zu Zaberfeld“.

Zweigeteilt hatte der TSV Ochsenburg diesmal seine Winterfeier: Samstagabends Theater, der Sonntagnachmittag war dafür den Kindern vorbehalten. Unter der Leitung von Manuela und Vivian Frenzel unterhielten die TSV-Kinder ihre Eltern und Großeltern bei Kaffee und Kuchen mit Tanz- und Gymnastik. Unter anderem das Orchestermärchen „Die Reise zur Schneekönigin“. Kai Myle überbrückte die Pausen mit Klavierstücken.

Nach oben  Nach oben