Pflege nimmt sehr viel Zeit in Anspruch

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48 Aussteller aus dem Stadt- und Landkreis Heilbronn bei der Kreisjungtierschau

Von Marcus Taschke
Rolf Lang, Leiter und Organisator der Jungtierschau, sieht sich mit Carolin Wörthmann eines der rund 200 Kaninchen an. Foto: Marcus Taschke
Rolf Lang, Leiter und Organisator der Jungtierschau, sieht sich mit Carolin Wörthmann eines der rund 200 Kaninchen an. Foto: Marcus Taschke

Lauffen - Ohhh, guck mal, Mami. Sieht der nicht süß aus?“, ruft die kleine Pia-Marie und zeigt auf das weiße Kaninchen mit den schwarzen Pfoten und den großen Ohren. ,,Der gefällt mir am besten“, fügt die Fünfjährige hinzu und streichelt dem Zwerg-Widder zaghaft das Fell. Obwohl. Wenn sie es sich richtig überlegt, findet sie eigentlich alle Kaninchen süß. Und bei dieser großen Auswahl das schönste Tier zu bestimmen, ist wirklich nicht einfach. Denn rund 200 Exemplare waren an diesem Wochenende bei der Kreisjungtierschau im Vereinsheim der Kleintierzüchter zu sehen. Be- teiligt waren insgesamt 13 Vereine und 48 Aussteller aus dem Stadt- und Landkreis Heilbronn. ,,Auf den ersten Blick scheinen das sehr viele zu sein. Aber bei den letzten Schauterminen für Kaninchen waren es ungefähr genauso viele Aussteller“, erklärt Vereinsmitglied Hans Hoffmann und läuft an den vier langen Käfigreihen entlang. Mindestens eine Schau für junge und eine für ausgewachsene Kaninchen findet jährlich in dem Vereinsheim am Forchenwald statt. Über die einzelnen Termine entscheidet dabei der Kreisverband Heilbronn.

,,Diese Veranstaltungen sind für unseren Verein sehr wichtig. Denn zum einen nehmen wir mehr Geld ein und zum anderen kommen wir mit Besuchern, die vielleicht selbst einmal züchten wollen, in Kontakt“, erklärt Hans Hoffmann, der in dem 55 Mitglieder starken Verein selbst Tauben und Hühner züchtet. ,,Außerdem möchte jeder Aussteller seine Tiere einmal zeigen. Denn die Pflege nimmt viel Zeit in Anspruch.“ Eine Mühe, die sich auszahlt. Denn eine Jury vergibt an diesem Wochenende einen Pokal an den schönsten Rammler und die schönste Häsin sowie an weitere sieben gut gepflegte Kaninchen. Bewertet werden die Tiere dabei unter anderem nach der Form des Kopfes und der Hinterpartien, dem Pflegezustand des Fells und dem Zustand der Zähne.

,,Da gibt es schon erhebliche Unterschiede. Bei vielen Tieren kommt das rassentypische einfach nicht richtig heraus“, erklärt Hans Hoffmann, der sich mit anderen Besuchern die rhönfarbige ,,Gewinner-Häsin“ von Dittmar Heldt ansieht. ,,Aber bei diesem Tier scheint alles perfekt zu sein“, urteilt der Lauffener.

Doch darauf gibt die kleine Pia-Marie nicht viel. Zusammen mit ihren Eltern schaut sie sich immer noch die putzigen Zwergkaninchen an. ,,Ich wollte meiner Tochter eine Freude machen. Sie kann sich gar nicht mehr beruhigen, wenn sie kleine Tiere sieht“, erklärt ihr Vater Felix Fischer den Grund des Besuches. Welche der 13 ausgestellten Rassen ihm selbst am besten gefällt? ,,Auch die Zwergkaninchen, weil sie einfach am wirtschaftlichsten sind. Sie brauchen wenig Heu und nehmen nicht so viel Platz in Anspruch“, erklärt der 42-Jährige und geht mit seiner Tochter weiter zu den hinteren Käfigreihen. Dort sind die größeren Tiere, wie die Deutschen Widder oder die Deut- schen Riesen ausgestellt. ,,Kaum zu glauben, wie groß Hasen werden können“, staunt Frank Bruhn, der sich mit seiner Frau Hedwig einen solchen Riesen ansieht. Bereits drei Jungtierschauen hat er dieses Jahr besucht. „Ich finde es faszinierend, mit welchem Einsatz und mit welcher Leidenschaft die Züchter bei ihrer Arbeit dabei sind. So etwas muss man einfach mal gesehen haben.“

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