Originelles Spiel amüsiert Gäste

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Ochsenburger Weizenbierfreunde bleiben ihrer Spaßtradition treu

Von Werner Stuber
Wie viel Wasser läuft wohl aus einem Geschirrtuch heraus?Foto: Werner Stuber
Wie viel Wasser läuft wohl aus einem Geschirrtuch heraus?Foto: Werner Stuber

Zaberfeld - Große Wäsche war diesmal beim 16. Weizenbierfest in Ochsenburg angesagt. Für ihr seit Jahren schon bei diesem Fest angebotenen Schätzspiel zu Gunsten der Offenen Hilfen Heilbronn haben sich die Weizenbierfreunde "95 Ochsenburg in diesem Jahr wieder etwas Neues und Spaßiges ausgedacht.

Einen ganzen Waschzuber voller schmutziger Geschirrtücher und Schürzen hatte Spielorganisator Sebastian Schüle vorbereitet. Diese wurden mitten auf der Festwiese gewaschen − stehend auf einem Anhänger, althergebracht im Zinkzuber, mit Waschbrett und Stampfer versteht sich. Zum Auswringen allerdings stand eine betagte elektrische Wäscheschleuder bereit.

Schätzfrage Die spannende Frage lautete: Wie viel Gramm Spülwasser kommen aus der Wäscheschleuder, wenn die Wasch-Weiber (Männer) des Vereins alles gewaschen haben? Es waren 7990 Gramm Wasser. Zwei Euro für die Offenen Hilfen kostete ein Tipp. Auf die besten Schätzer wartete eine ganze Reihe von wertvollen Preisen, die allesamt von umliegenden Firmen und Gaststätten, diesseits und jenseits des Heuchelbergs gespendet wurde. Doch nicht nur die Einnahmen aus dem Schätzspiel kommen der sozialen Einrichtung in Eppingen zu Gute.

Frisörmeister und Weizenbierfreundemitglied Willi Schnauffer und seine Tochter aus Flehingen stellten sich ebenfalls in den Dienst der guten Sache.

Auf zwei improvisierten Frisörstühlen wurden Haare geschnitten und bunte Strähnen eingeklebt − gegen eine angemessene Spende. Aber nicht nur das Wasser aus der Wäscheschleuder ist beim Weizenbierfest geflossen. Auch das Weizenbier war freitags und samstags zu Rock und Heavy Metal schnell weg. Das war die Bewährungsprobe für die neueste Konstruktion von Timo Wössner: Er testete einen Flaschenöffner für fünf Bierflaschen auf einmal.

Denn Weizenbier gibt es bei diesem Fest nach wie vor. "So voll wie gestern Abend war es noch nie", stöhnte Vereinsvorstand Julian Schüle am Sonntag. Und auch sonntags zur Mittagessenszeit waren das Zelt und die Festwiese wieder sehr gut besucht. Trotz schwarzer Regenwolken am Himmel und einem kurzen Schauer.

Ortswechsel Livemusik gibt es beim Weizenbierfest traditionell nur beim Familientag. Zum Mittagessen aus Schnitzel mit Pommes und Kartoffelsalat für familienfreundliche fünf Euro und zu Kaffee und Kuchen spielt der Musikverein Cleebronn feine, unterhaltsame Blasmusik. Das 16. Weizenbierfest war zugleich das letzte auf der angestammten Wiese. Viel ändern wird sich durch die Flurbereinigung jedoch nicht, verrät der Weizenbierfreundechef. Die Festwiese verschiebt sich lediglich um ein paar Meter.

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