Hilfe für werdende Eltern
Kiwanis-Club stellt das Projekt "Familienpartner" im Bürgerzentrum vor − Beginn am 1. Oktober

Brackenheim - Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr. "Erziehung ist ein Thema, das viele Menschen ernsthaft beschäftigt und umtreibt", sagte Martin Sinz, Mitglied des Kiwanis-Clubs Brackenheim und Umgebung bei der Vorstellung des Projekts "Familienpartner". Mancher junge Vater und manche junge Mutter wäre froh, wenn es gerade bei Neugeborenen mehr Tipps und Hilfen gäbe.
Das bieten nun die Kiwanis mit Unterstützung der Stadt Brackenheim und der Diakonischen Jugendhilfe in der Region Heilbronn (DJHN) − im Rahmen der Lokalen Agenda 21, ab 1. Oktober, für mindestens drei Jahre: Werdende Eltern und Familien mit Kindern von null bis drei Jahren werden von geschulten Ehrenamtlichen auf Wunsch begleitet, beraten, betreut.
Begeistert Rund 80 Besucher im Otto-Wendel-Saal des Bürgerzentrums waren nicht nur vom Auftritt der Kinderkantorei begeistert. Beifall gab es auch für die Konzeption, die Kiwanis-Schatzmeisterin Beate Neumann und die künftige, bei der DJHN angestellte Koordinatorin, Cordula Bleise, vorstellten. Ihr Gehalt bezahlen die Kiwanis aus Spendengeldern. Sie haben für jedes Jahr 10 000 Euro zugesagt.
Der so genannte Begleitkreis, zu dem neben den beiden auch Jochen Enchelmaier, Dr. Ute Kademann, Dr. Beate Langosch-Sinz, Margarete Münch und Martin Sinz gehören, hat ein Jahr lang an den Details des Projekts gearbeitet. Den "Familienpartnern" ein Gesicht geben die ehrenamtlichen Frauen Fadime Kiyma, Margarete Buyer, Silvia Schmid, Katharina Tränkle, Stephanie Döbler, Gudrun Pfeiffer, Anne Grewe und Christiane Pielenz. Sie bieten an, das städtische Geschenk zur Geburt eines Kindes zu überbringen und den dabei aufgebauten Kontakt zu halten und mit Rat und Tat der Familie zur Seite zu stehen.
Weiter wird es ein Elterncafé im Mehrzweckraum des Rondells geben, Elternkurse werden angeboten und Familienberaterin Cordula Bleise bietet im Rathaus eine persönliche Beratung an. Bleise betonte, dass die "Familienpartner" die Vernetzung mit bestehenden Anbietern, Institutionen und Organisationen anstreben. Sie sieht das neue Angebot als Ergänzung zum bestehenden Angebot "Familienpaten" der Diakonischen Bezirksstelle.
Respekt "Das Ziel der Kiwanis ist, dort anzusetzen, wo Staat und große Organisationen nicht helfen können − ganz früh", erklärte der Vorsitzende des Kiwanis-Clubs, Stephan Weber. Großen Respekt und viel Anerkennung verdiene das Projekt, sagte Siegfried Gruhler, Vorstand der DJHN. Die frühzeitige Kontaktaufnahme entspreche den fachlichen Anforderungen. Und Brackenheims Bürgermeister Rolf Kieser betonte, dass die Unterstützung dieser ehrenamtlichen Engagements für die Stadt selbstverständlich sei. Er freute sich, dass so viele starke und engagierte Bürger dazu beitragen, die Stadt und ihre Einwohnerschaft nachhaltig weiterzuentwickeln.
Kontakt zu den Familienpartnern bekommt man telefonisch unter 0157 88738328.
Stimme.de