Heimspiel für den Bundessieger

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Ausnahmezüchter Walter Pfeffinger bei der Lokalschau - Jubiläum für Preisrichter

Von Josef Staudinger
Zwei Unikate der Kleintierzucht: Der siebenfache Deutsche Meister in der Kleintierzucht Walter Pfeffinger (links) und der Backnanger Preisrichter Adolf Grün.Foto: Josef Staudinger
Zwei Unikate der Kleintierzucht: Der siebenfache Deutsche Meister in der Kleintierzucht Walter Pfeffinger (links) und der Backnanger Preisrichter Adolf Grün.Foto: Josef Staudinger

Leingarten - Sie ist ein Aushängeschild im Unterland: Die zweitägige Lokalschau des Kleintierzuchtvereins Z 61 Leingarten. Es kräht, schnattert und gackert, gurrt und hoppelt, wohin man auch schaut.

Stattliche 453 Tiere von 58 Züchtern zeigen sich den Besuchern beim Rundgang durch die geschmückte Ausstellungshalle von ihrer besten Seite: Enten, Tauben, Hühner und Kaninchen in über 60 Rassen und Farbenschlägen. Zu sehen ist auch die exzellente Tierpracht des 1996 gegründeten Süddeutschen Rassehühner-Züchterklubs.

Fünfstündige Bewertung Ehe die Lokalschau für das Publikum freigegeben wird, sind die sechs Preisrichter am Werk: Adolf Grün aus Backnang, Erich Bauer (Bretzfeld), Werner Weschenfelder (Bruchsal), Herbert Baumgärtner (Massenbachhausen), Jens Maier (Gundelsheim) und Kurt Härle (Freiberg). Mehr als fünf Stunden lang werden die Tiere unter die Lupe genommen und nach den verschiedensten Kriterien, je nach Art, Rasse und Zuchtprofil, genauestens untersucht. Fell, Federn, Gewicht, Körperbau - für eine Top-Bewertung muss einfach alles stimmen.

Nicht weniger als 25 Mal vergibt das Richtergremium die Höchstnote "vorzüglich", über 100 Mal "hervorragend". Nur drei Tiere bleiben ohne Bewertung. Der Verein sei für seine ausgezeichnete Tierqualität bekannt, sagt Adolf Grün, der zusammen mit Erich Bauer die Kaninchen begutachtet. Zum 50. Mal in ununterbrochener Reihenfolge ist der 76-Jährige beim Z 61 als Wertungsrichter tätig. Das sei eine bemerkenswerte Leistung, so Schulz.

Mit Walter Pfeffinger ist eine weitere Koryphäe bei der Ausstellung vertreten. Der Tiefenbronner, seit 25 Jahren Mitglied bei den Leingartener Kleintierzüchtern, ist siebenfacher Deutscher Meister in der Kaninchenzucht. Zuletzt holte er sich den Titel im Dezember 2009 bei der Bundesschau in Karlsruhe mit seiner Kollektion (vier Tiere) Kleinsilber havannafarbig und sagenhaften 387,5 Punkten. Exakt seit 50 Jahren hat sich der 63-Jährige schon der Kleintierzucht verschrieben. Die Verbindung zum Z 61 kam über seine Frau zustande, die lange Jahre in Leingarten gewohnt hatte.

Besondere Leistung Gerhard Schulz bezeichnet Pfeffinger als "Ausnahmezüchter, der beim Zentralverband Deutscher Rassenkaninchenzüchter (ZDRK) Geschichte geschrieben hat". Er habe das Kunststück fertig gebracht, in drei ausgestellten Rassen Bundesmeister zu werden und darüber hinaus von sechs Siegertieren fünf Mal das beste Kaninchen zu stellen.

Die Wertungen der Leingartener Züchter in der Sparte Kaninchen: Vereinsmeister wurde Walter Pfeffinger mit Kleinsilber havannafarbig (380,5 Punkte). Bestes Tier war Walter Pfeffingers Kleinsilber schwarz (98 Punkte, Note "vorzüglich"). Vereinsmeisterin bei der Jugend wurde Magdalena Schulz mit ihren Holländern japanerfarbig (574,5 Punkte).

Geflügel: Vereinsmeister wurde Gerhard Schulz mit Friesenhühnern gelb-weiß geflockt (572 Punkte). Vereinsmeisterin bei der Jugend wurde Ronja Hommel mit Zwerg-New-Hampshire goldbraun (560 Punkte). Den besten Stamm präsentierte Josef Sager, Friesenhühner silber-schwarz geflockt (97, "vorzüglich").

Die besten Stämme bei der Jugend kamen von Tobias Tittjung (New-Hampshire) und Sebastian Weigele (Zwerg-Friesenhühner gelb-weiß geflockt). Tauben: Vereinsmeister ist Bernd Massa, Coburger Lerchen (571 Punkte).

Mit 39 Männern und neun Frauen hatte das am Samstagabend durchgeführte Binokelturnier eine Rekordbeteiligung zu verzeichnen. Sabine Schultheiß wurde Erste mit 6065 Punkten vor Bernd Macharski (5925) und Ulrich Luithle (5804).

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