Gleich zwei musikalische Pfarrer

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Doppelinvestitur von Christof Fröschle und Gunter Bareis

Von Stefanie Pfäffle
Dekan Martin Luscher (Mitte) setzte die neuen Lauffener Pfarrer Gunter Bareis (links) und Christof Fröschle in ihr Amt ein.Foto: Stefanie Pfäffle
Dekan Martin Luscher (Mitte) setzte die neuen Lauffener Pfarrer Gunter Bareis (links) und Christof Fröschle in ihr Amt ein.Foto: Stefanie Pfäffle

Lauffen - Nur selten wohl passte ein Monatsspruch so gut zu einem Investiturgottesdienst. „Du machst fröhlich was da lebet im Osten wie im Westen“ steht da in Psalm 45, Vers 9. Und tatsächlich sind die evangelischen Lauffener, die diesen Pfarrstellen zugeordnet sind, seit Sonntag wieder besonders fröhlich. Im Pfarramt West umsorgt sie seitdem Pfarrer Christof Fröschle, im Pfarramt Ost als geschäftsführender Pfarrer Gunter Bareis.

Beide wurden am Sonntag in einer Doppelinvestitur in der voll besetzten Regiswindiskirche vom Dekan des Kirchenbezirks Besigheim, Martin Luscher, eingesetzt.

„Doppelhochzeiten hatte ich schon mal, aber noch nie eine Doppelinvestitur“, meinte der Dekan zu Beginn des ungewöhnlichen Ereignisses. Er sprach von einem neuen Teil ihrer Lebensreise, auf den sich beide nun im Team machen. „Schön, dass Sie ihn nicht alleine gehen müssen.“ Kollegen, Kirchengemeinderat und Gemeinde stehen zur Seite, entgegen der Gefahr des Einzelkämpfertums der heutigen Zeit.

Gute Wünsche Bareis war zuletzt Pfarrer in Heubach, wo man ihn seinen Zeugen zufolge sehr vermissen wird. „Liebe Lauffener, Sie haben mir nicht nur einen guten Freund weggeschnappt, sondern dem Bezirk auch den zweitbesten Pfarrer“, erklärte Pfarrer Ulrich Büttner aus Bartholomae mit einem Augenzwinkern. Er wisse aber, dass sich da zwei gefunden haben und verabschiedete den musikalischen Freund mit einem musikalischen Gruß, indem er die Gitarrensaiten E-A-D-G-H-E für gute Wünsche wie Ernsthaftigkeit, Aufmerksamkeit oder Hoffnung verwendete.

Gerhard Bohnenberger aus Möglingen setzte gleich hinzu, dass die Lauffener sogar zwei musikalische Pfarrer begrüßen dürften. „Das gemeinsame Musizieren war immer besonders schön“, erinnert er sich an Christof Fröschles Zeit in seiner Heimat. Er habe die Hemmschwelle immer niedrig gehalten und so auch Leute angezogen, die sonst nicht unbedingt etwas mit der Kirche am Hut haben.

„Es scheint ja fast, als würde die Kirche kurz vor dem Jubiläum der Schlacht zu Lauffen ihre Truppen austauschen“, meinte Bürgermeister Klaus-Pater Waldenberger scherzhaft. Vor allem seit er wisse, dass Gunter Bareis im Schützenverein ist, mache er sich ernsthafte Gedanken.

Sachthemen Der Rathauschef kündigte aber auch sofort anstehende Gespräche über Kindergärten, Tagesstätten und die geplante evangelische Schule in der Nachbarstadt Brackenheim an. Im Osten und im Westen kann es jetzt wieder richtig losgehen.

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