Alle sitzen in einem Boot
Gestaltungsinitiative Güglingen will Geschäftsstraßenmanagement

Güglingen „Wir waren schon immer mutig, wenn es darum ging, neue Instrumente auszuprobieren“, sagt Güglingens Bürgermeister Klaus Dieterich. In Sachen „Geschäftsstraßenmanagement“ will die Stadt - wie vor Jahrzehnten bei der Sanierung - eine Vorreiterrolle übernehmen. Das Instrument dazu heißt GiGA: Gestaltungsinitiative Güglingen Attraktiv.
Der Ende September gegründete Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Innenstadt optisch aufzuwerten und zu beleben. „Das kann nur als gemeinsame Aktion des Einzelhandels, der Gastronomen, der Gebäude- und Grundstückseigentümer und der Stadt gelingen“, sagt der Innenstadtmanager des Vereins, Karl-Heinz Windolph. Gemeinsames Stadtmarketing, Schließung von Einzelhandelslücken, Verbesserung des Branchenmix’ sind nur einige Ziele. Eine andere Aufgabe könnte darin bestehen, für alle Geschäfte einheitliche Kernöffnungszeiten durchzusetzen.
BID (Business Improvement District) heißt ein Modell, bei dem in Hamburg und Hessen Geschäftleute sowie Grund- und Hauseigentümer durch gesetzliche Regelung in ein Boot gezwungen wurden. In Güglingen versucht man ein ähnliches Miteinander hinzubekommen - allerdings auf freiwilliger Basis.
Mit 35 Einzelhändlern im Innerortsbereich ist die Stadt nicht schlecht aufgestellt. Dennoch haben sich in der Haupteinkaufsstraße in den letzten Jahren etliche Leerstände und Unternutzungen entwickelt. Das neue Sanierungsgebiet „Stadtkern V“ bietet nun Haus- und Grundeigentümern die Chance für Modernisierungen und Umgestaltungen, bei denen erkleckliche Zuschüsse winken.
„Es gibt viele Ideen für den Erlebnisraum Marktstraße“, sagt Harald Klose vom Sanierungsbetreuer KE-LEG. Das Schlagwort vom „verkehrsberuhigten Geschäftsbereich“ soll bald mit Leben erfüllt werden, auch wenn die Umgehung nach Pfaffenhofen noch auf sich warten lässt. „Erste Abschnitte wird man vorziehen können“, denkt Klaus Dieterich an Umbauten schon im kommenden Jahr.
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