Wenn der Sohnemann das erste Mal in Nadelstreifen steckt

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Kommunionkleiderbörse des Frauentreffs Massenbachhausen wird rege genutzt - Väter freuen sich über die eingerichtete Kaffeestube

Von Gabi Muth
Belinda Seufert (links) hilft gerne beim Anprobieren.
          Foto: Gabi Muth
Belinda Seufert (links) hilft gerne beim Anprobieren. Foto: Gabi Muth

Massenbachhausen Theresa Halder aus Schwaigern ist ganz glücklich: Sie hat bei der Kommunionkleiderbörse in Massenbachhausen ihr Traumkleid gefunden. Zum 14. Mal hat der Frauentreff die Börse veranstaltet. Doch aufgrund der rückläufigen Kinderzahlen war der Ansturm mäßig. Der Erlös ist wie in jedem Jahr für einen guten Zweck bestimmt.

Es gab schon Zeiten, da herrschte bei der Kommunion- und Konfirmationskleiderbörse im Untergeschoss des Katholischen Kindergartens in Massenbachhausen dichtes Gedränge. Doch in diesem Jahr hielt sich der Ansturm in Grenzen. Es wurden weniger Kleider zum Verkauf angeliefert, und auch der Verkauf selbst war mäßig.

Nichts desto trotz waren die angebotenen Waren tadellos. Der neunjährige Tobias Phillipp und seine Mama Sabine sind schnell fündig geworden. „Dank der tollen Beratung“, lobt Sabine Phillipp das Massenbachhausener Frauenteam. Tobias passen die Hose, das Sakko, die Weste mit Fliege, Hemd und der Gürtel hervorragend. Alles in allem für 30 Euro. „Das ist toll“, sagt seine Mutter begeistert. Wenn sich Tobias auch erst an sein neues Outfit gewöhnen muss - trägt er doch sonst Jeans und Pulli - gefällt dem Jungen der Anzug gut.

Elaine Acosta hat ihr nagelneues Kleid schon im Schrank. Jetzt schaut sie zusammen mit Mama Doris noch nach Schuhen. Denn bei der Börse werden nicht nur Kleider sondern auch das Zubehör, wie Taschen, Schuhe oder Kerzen verkauft. Doch Elaines Größe war nicht im Angebot. „Schade“ sagt ihre Mutter. Ihr Kind für dieses Fest auszustatten, geht ganz schön ins Geld. Kleidung, Kerze und der Friseurbesuch werden wohl rund 250 Euro verschlingen, schätzt Doris Acosta.

Entscheidung fällen Jonas Heinzmann aus Gemmingen steckt in Nadelstreifen. Noch ist der Junge unschlüssig, ob er sich darin gefällt. Die Hose und die Ärmel sind zwar noch ein bisschen lang aber bis April ist ja noch eine Weile hin. Außerdem wären 50 Euro für den kompletten Anzug für Jonas Mutter akzeptabel. Also muss der Papa her und die Entscheidung fällen.

Während Theresa Halder überglücklich in ihrem weißen Kleid durch den Firminussaal hüpft, genießt Vater Kurt in der Zwischenzeit eine Tasse Kaffee. „Ich finde die Börse prima und bin überrascht von der guten Qualität der angebotenen Kleider“, sagt er.

Vor allem gefällt ihm auch die Kaffeestube - eine tolle Idee für wartende Väter. Die Mutter von Theresa, Maria Brockhausen-Halder, könnte sich mit dem Kleid, in dem Theresa gerade steckt, ebenfalls anfreunden. „Wir bevorzugen etwas Schlichtes und möchten keine kleine Braut.“

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