Mehr als nur Lesen, Rechnen und Schreiben
Die Jungen und Mädchen der Lindenhofschule Massenbachhausen präsentierten beim Schulfest ihre Einrichtung

Von Gabi Muth
„Wir wollten unseren Gästen zeigen, was wir im Unterricht alles machen“, betonte Schulleiterin Luitgart Hutzler und hatte sich zusammen mit den Lehrkräften und den fast 160 Schülerinnen und Schülern vielfältige Projekte ausgedacht, die den Schulalltag wiederspiegeln.
Zum Auftakt in der Aula drängten sich viele Eltern, Geschwister und Großeltern, um dem Chorgesang zu lauschen und das heitere Theaterstück „Alle Mäuse lernen lesen“ zu sehen. Nach dem Mittagessen, bei dem die Eltern mit der Bewirtung alle Hände voll zu tun hatten, präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Grundschule.
Im Erdgeschoss drehte sich alles um die Sinne. Hier konnten die Besucher Duft und Geschmack erraten oder durch den Fühlparcours wandeln. Dabei ging es über Zeitungspapier, Wolle, Holzraspel oder Sand. Auch Sehen und Hören kamen nicht zu kurz und so beeindruckten optische Täuschungen ebenso wie das Buchstabenfühlen oder die Wasserorgel mit bunten Flüssigkeiten.
Im Computerzeitalter ist der PC aus dem Schulalltag nicht mehr weg zu denken. Die Eltern bekamen einen Eindruck davon, welche Lernprogramme in der Schule verwendet werden. Doch auch die Historie ist Luitgart Hutzler und ihrem Team wichtig. Deshalb werden nach wie vor die alten bleiernen Lettern in der Schuldruckerei verwendet und wer es wagte, der konnte seinen Namen auf ein Kärtchen drucken. Da die Buchstaben spiegelverkehrt gesetzt werden müssen, war das eine Herausforderung - auch für manchen Erwachsenen. Schließlich konnten jene, die Handarbeit lieben, mit Kreuz- und Vorstichen ein Lesezeichen sticken.
Wo sind die Kirchenfeste im Kalenderjahr einzuordnen? Antworten darauf gab’s bei den Religionspädagogen Ulrike Lohrbächer und Jürgen Veyhl. Hier waren wunderschön gestaltete Religionshefte der Kinder zu bestaunen, die erpicht waren, ihre Werke auszustellen.
Um knifflige Rechenaufgaben, Körperformen, Pyramidenbauen oder Würfelfalten ging es im Matheknobelraum. Gleich daneben drehte sich alles um die Musik. Kastagnetten aus Nussschalen, Schellenbänder aus Kronkorken oder Rasseln konnten hergestellt werden. Wer die Hoffnung auf sonnige Tage noch nicht aufgegeben hat, der durfte in der Betreuungsgruppe einen Hut aus Papier gestalten.
Sehenswert war das Steinprojekt der Viertklässler. Sie stellten nicht nur Höhlenmalereien aus. Aus Salzteig, Muscheln und Steinen hatten sie Schmuck gleich jenem aus der Steinzeit gestaltet.
Und während sich die jungen Gäste im Schulhof an der Ballwand oder am Basketballkorb austobten, versammelten sich die Erwachsenen im türkischen Cafe, in dem die türkischen Eltern Schwarztee und Gebäck reichten. Dazu gab’s Trommelmusik von Robert Momfor und türkische Folkloretänze.

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