Eine gute Beratung ist das A und O
Elfte Fahrradbörse des Tri-Teams Heuchelberg

Schwaigern - Heute scheint der Glückstag der kleinen Johanna Schilling aus Stetten zu sein. Ihr allererstes Fahrrad trägt nicht nur ihre Lieblingsfarbe rosa, es sind sogar noch ein paar Stützräder dabei. Und auch der Preis ist für Papa Richard in Ordnung. Bei der Fahrradbörse, die das Tri-Team Heuchelberg in Schwaigern veranstaltet hat, wechselten auf diese Art zahlreiche Drahtesel den Besitzer.
Die Schlange der Fahrradkäufer ist lang. Noch ist die Tür zum Werkstattraum der Schwaigerner Firma ASW geschlossen. Der Betrieb im Industriegebiet stellt dem Tri-Team schon seit Jahren seine Räumlichkeiten für die Fahrradbörse zur Verfügung. Punkt halb zwei öffnet sich hier die Pforte und der Ansturm auf die Räder beginnt. Wer einen der 114 abgegebenen Artikel ergattern will, muss schnell sein. Denn in diesem Jahr gibt es rund ein Drittel weniger Modelle als in den vergangenen Jahren, sagt Hermann Utz, Vorsitzender des Tri-Team.
Trailer-Bike Sabrina und Sebastian Engelhardt aus Massenbachhausen haben gefunden, wonach sie suchten: Ein Trailer-Bike für ihren vierjährigen Sohn Sedric. Das Rad, das mit seiner gebogenen Stange am Fahrrad des Erwachsenen montiert wird, ist für lange Fahrten mit Kindern bestens geeignet. Im Sommer will die Familie damit an der Nordsee Radfahren.
Josh Haberkern aus Schwaigern betreibt den Radsport schon fast professionell. Der Junge ist Mitglied beim Tri-Team Heuchelberg und hatte bislang ein Fahrrad vom Verein ausgeliehen. Nun, so Papa Hagen Haberkern, soll er sein eigenes bekommen. "Ein neues Rad für diese Sportart hätte locker eine vierstellige Summe verschlungen", sagt Hagen Haberkern. Hier auf der Börse kauft er ein Gebrauchtes für 190 Euro. "Es steht gut da und die kleinen Reparaturen mache ich selbst."
Konfirmation Manuel Walliser aus Biberach feiert demnächst Konfirmation − und wünscht sich ein Fahrrad. "Ich fahre jeden Tag mit dem Rad nach Bad Wimpfen zur Schule und mein altes ist zu klein", erzählt der 14-Jährige.
Das stattliche Mountainbike, das er fest in den Händen hält ist ein Glücksgriff, denn es ist top in Schuss. "Für ein neues müssten wir rund 300 Euro mehr ausgeben", sagt sein Vater, Rolf Walliser.
Manuel Wipfler aus Schwaigern, der für seine Söhne gleich zwei Fahrräder erworben hat, ist begeistert. "Hier wird man von kompetenten Leuten beraten", sagt er. Das ist Hermann Utz wichtig, denn die Räder − vor allem für Kinder und Jugendliche − sollten immer auf die entsprechende Körpergröße abgestimmt sein. Bei einem zu großen Fahrrad sei die Sicherheit nicht gewährleistet. Das heißt, dass Eltern etwa alle zwei Jahre das Fahrrad der Körpergröße und dem Gewicht des Kindes neu anpassen sollten. Und dafür ist die Börse bestens geeignet.
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