Mit einer Spende Leben retten
Schwaigern/Roigheim - Ein genetischer Zwilling aus den USA bekommt die Stammzellen von Udo Weiss aus Roigheim. Der 46-Jährige hat einem Menschen damit möglicherweise das Leben gerettet. "Das würde ich jederzeit wieder tun", sagt er.

Schwaigern/Roigheim - Mit einer Stammzellenspende hat Udo Weiss aus Roigheim einem Menschen möglicherweise das Leben gerettet. "Das würde ich jederzeit wieder tun", sagt Weiss, der beim Schwaigerner Speditions- und Logistikunternehmen Fritz beschäftigt ist.
Die Informationen, die er über den Empfänger erhalten hat, sind allerdings spärlich: "Ich weiß nur, dass es sich um eine 46-jährige Amerikanerin handelt." Die Wahrscheinlichkeit eines genetischen Zwillings, dass also die Gewebemerkmale zweier Menschen übereinstimmen, liegt im Durchschnitt bei 1:200 000.
Typisierung schon vor über einem Jahr
Ausgangspunkt war eine Typisierungsaktion der Firma Fritz im März 2011 (wir berichteten). Damals war ein Mitarbeiter sowie der Ehemann einer Beschäftigten der Speditionsfirma an Blutkrebs (Leukämie) erkrankt. "Bis dahin hatte ich mir noch nie Gedanken über diese Dinge gemacht", erzählt Weiss, der in der EDV-Abteilung in den Böllinger Höfen in Heilbronn-Neckargartach arbeitet.
Weiss reiste in die Uni-Klinik nach Dresden, weil in den Kliniken in Tübingen, Stuttgart und Heidelberg keine kurzfristigen Termine für die bevorstehende Stammzellentransplantation zur Verfügung standen. Bei einer Untersuchung im April checkten die Ärzte den 53-Jährigen auf Herz und Nieren, um die Frage zu klären, wie der Spender mit dem Austausch fertig wird.
Der eigentliche Austausch am Dialysegerät erfolgte zwei Wochen später, erneut in Dresden. Für Udo Weiss relativieren sich die Umstände mit Hausarztbesuch und mehrstündigen Klinikaufenthalten: "Dafür, dass man jemandem in einer Notlage helfen kann, ist der Aufwand gering."
Stimme.de