Jochen Schmid fällt bei Präsidenten-Wahl durch

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Ärger bei den Sulmtalnarren in Ellhofen nach Trainerentlassung - Verein wird nun kommissarisch geführt

Von Roland Kress
Nicht nur bei Tills jährlichem Begräbnis hat der Narrenverein wenig zu lachen. Der interne Streit hebt die Stimmung derzeit nicht. (Foto: Archiv/Posovszky)
Nicht nur bei Tills jährlichem Begräbnis hat der Narrenverein wenig zu lachen. Der interne Streit hebt die Stimmung derzeit nicht. (Foto: Archiv/Posovszky)

Von Roland Kress

70 Mitglieder verfolgten gespannt die SNE-Sitzung in Ellhofen. Die Unstimmigkeiten im Karnevalsverein waren wohl der Grund für die starke Präsenz.

In seinem Jahresrückblick über Veranstaltungen und Aktivitäten äußerte Präsident Martin Albrecht Kritik wegen der mangelnden Unterstützung der Mitglieder am Faschingswochenende bei der Prunksitzung und beim Umzug. Auch die Teilnahme an Veranstaltungen außerhalb der Faschingszeit fanden wenig Resonanz, bedauerte der SNE-Präsident.

Heftig wurde über die Entlassung des Trainer-Ehepaars der Blauen Garde diskutiert. Die Vorstandschaft begründete diesen Schritt mit „Ungereimtheiten“ und eigenmächtigen Kostümbestellungen, die schon länger zurückliegen würden. Die Art und Weise der Trainerentlassung wurde aber von einigen Mitgliedern kritisiert.

Ein weiterer Streitpunkt war die Ernennung von Walter Löhsl 2004 zum Ehrenpräsidenten. Hierzu lag ein Antrag vor, Walter Löhsl zum Ehrenpräsident mit Sitz und Stimme auszustatten. Die Behandlung des Antrages wurde im damaligen Protokoll jedoch nicht eindeutig festgehalten, das Ergebnis der Abstimmung nicht niedergeschrieben. Als Ehrenpräsident mit Sitz und Stimme hätte Walter Löhsl das Recht, in alle Vorstands-Entscheidungen der Sulmtalnarren mit eingebunden zu werden - ohne hierbei die Verantwortung, die sich aus dem Handeln der Vorstandschaft ergibt, mittragen zu müssen.

Da die rechtliche Tragweite in der Hauptversammlung nicht eindeutig und schlüssig zu klären war, lehnte es die Vorstandschaft mit Martin Albrecht, Andreas Löffler und Winfried Philipp ab, vor der Klärung der rechtlichen Situation zur Wiederwahl anzutreten.

Mit Elferrat Jochen Schmid stellte sich ein Kandidat zur Präsidenten-Wahl. Bei über 40 Gegenstimmen verfehlte er sein Ziel klar.

Die Sulmtalnarren stehen nun unter kommissarischer Führung der seitherigen Vorstandschaft. Bis zur außerordentlichen Mitgliederversammlung in wenigen Wochen sollen die Ungereimtheiten geklärt werden.

Bei der Sitzung berichtete Schatzmeister Winfried Philipp von guten Einnahmen, denen aber auch größere Ausgaben wie verschiedenste Versicherungen, GEMA-Gebühren und die Investition in einen Anhänger gegenüber standen.

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