Austausch zwischen Arzt und Therapeut wichtig
Ärzte, Therapeuten und Apothekerin wurden von der Verwaltung zum ersten Langenbrettacher Gesundheitstreff eingeladen

Lars Priebe ist Facharzt für innere Medizin und Allgemeinmediziner. Der 35-Jährige übernimmt ab sofort die Praxis von Dr. Maria Rauscher-Oechsler. In Übereinstimmung mit seinem Langenbeutinger Kollegen Dr. Eberhard Bek, der zusammen mit Ehefrau Susanne seit 1989 eine eigene Praxis hat, meinte der Arzt, es sei gut, dass es in Langenbrettach drei Allgemeinmediziner gibt, die sich mit ihrem Können und ihrem Angebot ergänzen.
Eberhard Bek ist auch Frauenarzt und der Dritte im Bunde, Allgemeinmediziner Dr. Christoph Franze, der zu dem Treff aus dienstlichen Gründen nicht kommen konnte, hat sich unter anderem auch der Naturheilkunde verschrieben.
Bek und Priebe beklagten, dass die Vorschriften den Ärzten heute verbieten, das zu machen, was sie können. Die Mediziner dürfen nur noch das, was ihnen erlaubt sei. Sie bezeichneten sich selbst teilweise als Schaltzentrale, von der aus zu den Fachärzten überwiesen werde.
Der einzige Zahnarzt der Gemeinde ist Claes Lindgren. Er betreut die Langenbrettacher schon seit 1982. Auch die Logopädin Gabriele Wörbach hat ihre Praxis in Brettach. Zehnjähriges Jubiläum hat in diesem Jahr Apothekerin Maria Dannert, die inzwischen auch im Rund des Gemeinderates einen Platz hat.
Uta Spahic führt ihre Praxis für Physiotherapie seit drei Jahren. Als sich alle vorstellten, betonte insbesondere sie, dass es für sie sehr wichtig sei, das Verhältnis zu den Ärzten zu vertiefen, da für den Erfolg einer Behandlung oft der Austausch zwischen Arzt und Therapeutin wichtig sei.
Bärbel Scheuber kam als Langenbrettacher Vertreterin der Diakonie Neuenstadt, die bereits seit 30 Jahren besteht.
Gastgeber und Bürgermeister Tilman Schmidt erklärte, er sei froh, dass es in Langenbrettach ein so großes Angebot im Gesundheitsbereich gebe. "Das ist für eine so kleine Gemeinde enorm wichtig." Auch er halte es für vorteilhaft, dass sich die Fachleute zwanglos und stressfrei bei einem Glas Sekt kennen lernen und austauschen können.
Tilman Schmidt wies darauf hin, dass es auch Angebote im Bereich Wellness und Gesundheitsvorsorge in den Ortsteilen gebe. So seien die Fußpflege, die medizinische Fußpflege und die mobile Massage abgedeckt, und in einem Schlankheitsstudio können alle die Pfunde purzeln lassen. Insbesondere lobte der Verwaltungschef auch die Vereine, die viel für die Gesundheit der Bürger tun. Stellvertretend für andere nannte Schmidt den "Sport für Ältere" des TSV Langenbeutingen.
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