Mobile Klassenzimmer für die Kursstufe

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Am Eduard-Mörike-Gymnasium entstehen in den Ferien drei neue Räume

Von Clemens Flach
Mit dem Kran werden die Elemente für das zusätzliche Gebäude an der Brettachaue aufgesetzt. Am 13. September muss der Innenausbau fertig sein.Foto: Brian Bailey
Mit dem Kran werden die Elemente für das zusätzliche Gebäude an der Brettachaue aufgesetzt. Am 13. September muss der Innenausbau fertig sein.Foto: Brian Bailey

Neuenstadt - Noch sieht es aus wie eine leere Containerburg, was seit dieser Woche auf dem Neuenstädter Schulgelände an der Brettachaue steht. Aber zum Beginn des nächsten Schuljahrs am 13. September werden drei Klassen der Kursstufe in den neu eingerichteten Erweiterungsbau des Eduard-Mörike-Gymnasiums (EMG) ziehen.

"Die Erweiterung war notwendig", sagt Schulleiter Roland Götzinger. "Jetzt hat jede Klasse wieder ihr eigenes Zimmer." Der Oberstudiendirektor ist froh, dass der Gemeinderat die Kosten von insgesamt 300 000 Euro einstimmig beschlossen hat.

Gestiegene Schülerzahl Die Bauelemente der sogenannten mobilen Schulräume werden mit dem Kran im Rohzustand aufgesetzt. Nebenan befinden sich bereits drei Klassenzimmer in derselben Bauweise. Zwischen den Gebäuden entsteht nun ein weiterer Pausenhof mit einer Tischtennisplatte und Sitzbänken.

"2003 haben wir schon einmal angebaut", erklärt Götzinger. "Jetzt können wir alle Klassen der Kursstufe nebeneinander unterbringen."

Ursache des größeren Platzbedarfs ist die gestiegene Schülerzahl: 2001 hatte das damalige Mörike-Progymnasium nur 291 Schüler. Heute sind es mit 649 Schülern mehr als doppelt so viele.

Gegen die Raumnot "In den nächsten sechs bis acht Jahren werden wir weiter hohe Schülerzahlen in Neuenstadt haben", so Neuenstadts Bürgermeister Norbert Heuser. "Deshalb haben wir die mobilen Räume ausgewählt, sie können später wieder abgebaut werden."

Im Moment verschaffen die neuen Klassenzimmer dem EMG Abhilfe in der Raumnot. Durch die Erweiterung zum Vollgymnasium mit Oberstufe und drei statt ursprünglich zwei Klassen in den meisten Jahrgängen mussten manche der insgesamt 26 Klassen auf eigene Räume verzichten.

Anderer Zweck "Jetzt können wir sogar ein Klassenzimmer zum zweiten Musik- und Kunstsaal umwidmen", beschreibt Roland Götzinger die willkommene Entlastung. Dass die mobilen Schulräume tatsächlich abgebaut werden, steht nicht fest.

"Wir könnten uns auch vorstellen, den Platz später für unser Ganztagsangebot zu nutzen", sagt der Schulleiter. "Zum Beispiel als Lese- und Arbeitsräume für die Schüler unserer Abschlussklassen."

Rückläufige Schülerzahlen sind in Neuenstadt nicht in Sicht. Im Gegenteil, zurzeit sind die Klassen gegen den Trend gerammelt voll.

In den nächsten Jahren sollen die Kursstufenschüler des Gymnasiums sich in ihrem eigenen Bereich wohlfühlen. 30 Meter vom Hauptgebäude der Schule entfernt, sind sie am anderen Ende des Pausenhofs unter sich. Auch die ruhige Lage an der Brettachaue ist ein Vorteil.

Dass sie die Freiheit genießen, haben die bisher dort untergebrachten Klassen Roland Götzinger bestätigt: "Die Schüler sind hier gut versorgt. Sie haben dort auch Toiletten und genug Platz im erweiterten Pausenhof."

Komplette Ausstattung Auch im Inneren des neuen Gebäudes soll es den Schülern an nichts fehlen. Ob EDV-Anschlüsse, Projektionswände oder Waschbecken, die Klassenräume sind wie die Zimmer im Hauptbau mit allem ausgestattet.

Dass die Schülerzahlen des EMG weiter hoch bleiben werden, ist für Bürgermeister Norbert Heuser trotz steigender Koster erfreulich: "Welche Gemeinde darf sich heute noch Gedanken über eine Erweiterung ihrer Schule machen?"

Nach oben  Nach oben