Kurioses, Besonderes und Edles auf Schloss Assumstadt
Möckmühl - Ausgefallene Hüte, besondere Skulpturen, exklusive Gartenaccessoires oder kulinarische Genüsse: Zum zweiten Mal bot Hubertus Graf Waldburg mit Schloss Assumstadt eine stilvolle Umgebung für die Landhaustage. Um "für den Landkreis Heilbronn die Plattform einer Ambientenmesse mit viel Anspruch zu bieten", öffnete er Haus, Hof und Garten an drei Veranstaltungstagen.
Möckmühl - Ausgefallene Hüte, besondere Skulpturen, exklusive Gartenaccessoires oder kulinarische Genüsse: Zum zweiten Mal bot Hubertus Graf Waldburg mit Schloss Assumstadt eine stilvolle Umgebung für die Landhaustage. Um "für den Landkreis Heilbronn die Plattform einer Ambientenmesse mit viel Anspruch zu bieten", öffnete er Haus, Hof und Garten an drei Veranstaltungstagen.
Die Veranstaltung soll - nach dem Auftakt vergangenes Jahr mit 64 Anbietern und 4300 Gästen - "zur festen Institution und weiter ausgebaut werden: "5000 plus" hatten Waldburg und Veranstaltungspartner Arthur Wirtzfeld als Ziel gesteckt, 92 Aussteller mit "hochwertigen Stücken, die man so nicht im Einzelhandel bekommt", machten mit.

Kleine Pfeife
Kurioses: Sieben Wölkchen schafft die kleinste rauchbare Pfeife der Welt, die Norbert Riemer im Gepäck hatte. Seit 2001 steht sie im Guinnessbuch. Riemer - charmant und im Stil der 20er Jahre gekleidet - kam aus Uettingen bei Würzburg. Ein einsatzbereites NSU-Fahrrad als Ausstellungsstand brachte er auch mit. Dabei geht es Riemer "nicht so sehr um sofortigen Umsatz", sondern um die Präsentation seiner Unikate vor einem interessierten Publikum.
Besonderes: Gartenkeramik und Tonskulpturen in Raku-Brenntechnik hatte Bettina Kohlen im Angebot. Die Korntalerin kam, "weil ich mir ein anspruchsvolles Publikum verspreche und meinen Kundenkreis über Stuttgart hinaus erweitern will".
Ganz zufrieden ist Bettina Kohlen allerdings nicht: Sie bemängelte, dass viele Besucher nur zum Schauen gekommen seien.
Ein gefülltes Tütchen und gute Stimmung nahmen Ralf und Petra Strässer mit nach Hause: Mit Duftölen, Bärlauchsenf und Bruschettagewürz fanden sie "leckere Sachen zum Essen und Riechen". Von der liebevollen Ausstattung und dem vielfältigen Angebot waren die Möckmühler angenehm überrascht. "Das ist eine Bereicherung für die Region", sagte Ralf Strässer.
Edles: Schals und Schultertücher aus Kaschmirwolle und Seide präsentierte Andrea Ruppert-Fröhling aus Theilheim bei Würzburg. Kunden aus der Region suchten sie in Assumstadt auf, die Messe diente ihr auch zur Beratung von Neukunden. Um Information ging es Karsten Kiekheben von Rotter Blumenzwiebeln. Er reiste aus Berlin mit 21 Großsorten in verzweigten Unterfamilien an. "Hierher kommen Leute, die gezielt Beratung suchen", sagte er und hatte gleich einen Tipp parat: Kaiserkronen gedeihen nur bei schrägem Einpflanzen.
Musik
Aufführungen mit portugiesischen Lusitano-Pferden, Fahrten durchs Jagsttal mit dem Land Rover, Gitarrenmusik und Harfenklänge der Bad Rappenauer Musikschule Contakt unterstrichen den besonderen Charakter der Veranstaltung.
Gisela Herold war mit Ehemann Hans-Michael Genieser aus Adelsheim herübergeradelt. Das Eintrittsgeld von insgesamt 16 Euro "hätte ich lieber drin ausgegeben". Im nächsten Jahr möchte das Paar trotzdem wiederkommen. "Als schönes Ziel für eine Radtour lohnen die Landhaustage immer."


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