Gute Arbeitsbedingungen im Bauhof

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Gemeinde hat Platz für Flüchtlinge − Der hölzerne Adventskranz von Reinhold Voss

Von Rainer Köller

Vorübergehend Im alten Gebäude neben der Kelter in Kochersteinsfeld, das die Bauhofmitarbeiter während der Sanierung ihres Domizils nutzten, sollen Flüchtlinge untergebracht werden. Die Gemeindeverwaltung Hardthausen bot dem Landratsamt Heilbronn das Gebäude in der Keltergasse für eine vorübergehende Lösung an, als mächtig "Druck im Kessel" war, wie Bürgermeister Harry Brunnet sagte. Gemeint sind die Monate, in denen die Flüchtlingszahlen stark anstiegen. Die Nutzung hat sich zwar verzögert, das Angebot der Gemeinde steht jedoch. Wahrscheinlich würden nach kleineren Arbeiten im Haus im Januar die ersten Flüchtlinge einziehen. Platz ist für zwölf bis 15 Menschen. Allerdings soll das Gebäude, das Ende des Jahres 2015 zum Abbruch vorgesehen ist, nur so lange genutzt werden, bis dann die Gemeinschaftsunterkunft in Gochsen fertig ist.

Umzug Die Mitarbeiter des Bauhofs sind froh, dass sie jetzt umziehen konnten. Endlich ist die Alte Kelter fertig saniert und bietet den Männern nicht nur gute Arbeitsbedingungen, sondern es gibt jetzt auch genug Toiletten und vor allem Duschen. Leiter Claus Wecker weist gerne auf den Heizungsraum hin und lacht: "Ja, es gibt jetzt eine Heizung." Neben großzügigen Garagen und angenehmen Sozialräumen stehen nun auch eine Waschhalle, ein Lagerraum und eine kleine Werkstatt zur Verfügung.

Salzvorrat In der Waschhalle steht der für den Winterdienst ausgerüstete Lkw mit großer Schaufel an der Front und dem Streuapparat am Heck. 30 Tonnen Salz hat die Gemeinde gebunkert. Wenn der Winter kein richtiger wird, spart Hardthausen Streusalz, und die Beschäftigten müssen keine Überstunden schieben. Claus Wecker nennt die kalte Jahreszeit lächelnd den "volkswirtschaftlichen Unsinn Winter".

Erleichterung Für die Bewohner der Keltergasse ist die Fertigstellung des Bauhofs ein Weihnachtsgeschenk, denn die Zufahrt von der Forststraße war oft mit Baumaschinen verstellt. Ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk erhielten die Lampoldshausener. Die Sperrung der Schöntaler Straße konnte nach der Sanierung aufgehoben werden.

Metallflamme 63 Festmeter Fichte für Brennholz hat Reinhold Voss im elterlichen Wald fällen lassen. Doch auch etwas anderes wollte der handwerklich begabte Lampoldshausener aus einigen Stämmen machen. Bislang stand in der Adventszeit eine aus einem Stamm herausgefräste Kerze vor dem Haus in der Kochersteinsfelder Straße. Nun hat der 51-Jährige einen hölzernen Adventskranz gemacht. An jedem Adventssonntag kam eine Flamme aus Metall auf die Kerzenstiele. Über allem schwebt der Stern von Bethlehem, und am Sockel liegen auf grünem Tannenreisig mit der Motorsäge geschnittene Holzsterne.

Die Alte Kelter, die als Bauhof dient, erstrahlt in neuem Glanz.
Die Alte Kelter, die als Bauhof dient, erstrahlt in neuem Glanz.
Anneliese Voss zeigt, wo die vierte Kerze "brennen" wird.Fotos: Agentur Kochertal
Anneliese Voss zeigt, wo die vierte Kerze "brennen" wird.Fotos: Agentur Kochertal
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