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Erlenbach

Neues Baugebiet für rund 230 Menschen

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Der Gemeinderat stellt die Weichen für das geplante Neubeugebiet "Gänsweide II, 1. Abschnitt". Laut Bürgermeister Uwe Mosthaf liegen für das knapp vier Hektar große Gebiet bereits 130 Anmeldungen vor.

Von Werner Glanz
Das in den 1970er Jahren erschlossene Baugebiet Gänsweide I bekommt Zuwachs. Die Gemeinde stellt in nördlicher Richtung die Weichen für Gänsweide II.
Foto: Glanz
Das in den 1970er Jahren erschlossene Baugebiet Gänsweide I bekommt Zuwachs. Die Gemeinde stellt in nördlicher Richtung die Weichen für Gänsweide II. Foto: Glanz  Foto: Glanz, Werner

Das Interesse am geplanten Neubeugebiet "Gänsweide II, 1. Abschnitt" ist groß. Der Gemeinderat befasste sich jetzt erneut mit dem Thema. Aktuell galt es, sich über die eingegangenen Stellungnahmen des ausgelegten Entwurfs zu befassen. Dazu stand im Gremium Planerin Gabriele Wohnhaas Rede und Antwort.

Auf dem Gebiet im Ortsteil Binswangen sollen 65 Wohneinheiten für "rechnerisch" etwa 230 Menschen entstehen. Geplant sind Einzel-, Doppel- und sogenannte Lean-Häuser. Geschossbauten wird es nur in geringer Anzahl geben. Die Grundstücke sind zwischen 237 und 789 Quadratmeter groß, für die Lean-Häuser sind etwas mehr als 200 Quadratmeter geplant. "Die Gebäude sollen ein geordnetes Stadtbild abgeben", bestätigte Wohnhaas. "Wo und was gebaut werden darf, wird haarscharf definiert."

Gespräche mit Grundstückseigentümern laufen positiv

"Es wird ein hochwertiges Baugebiet entstehen", unterstrich auch Bürgermeister Mosthaf im Ratsrund. Deshalb habe man im Gegensatz zum Bebauungsplan "Holzweg" die städtebaulichen Ziele wieder mehr in den Vordergrund gerückt. "Die Schwächen haben wir herausgenommen", sagte das Gemeindeoberhaupt, das weiter bestätigte: "Die Gespräche mit den Grundstückseigentümern laufen durchaus positiv."

Mosthaf sprach auch von einer Doppelstrategie, die die Kommune weiter verfolge - nämlich neben der Innen- auch die Außenentwicklung voranzutreiben. Doch eine "maßlose" Innenentwicklung habe auch Nachteile, befand der Verwaltungschef. Neben Gänsweide II steht der Gemeinde an potenziellem Bauland nur noch Hüttenäcker II mit einer Größe von 3,6 Hektar zur Verfügung. Weil das Regierungspräsidium darüber hinaus keinen weiteren Bedarf sah, musste Erlenbach auf rund sechs Hektar Baufläche verzichten.

Nicht die volle Zustimmung für Bebauungsplan

Neu im künftigen Baugebiet Gänsweide II soll sein, dass die Grundstücksbesitzer einen Bauzwang auferlegt bekommen. Mosthaf stellt sich hier eine Frist von zehn Jahren vor. Mit dieser Maßnahme will man verhindern, dass die Grundstücke, wie es in anderen Baugebieten teilweise der Fall ist, ewig brach liegen und nicht bebaut werden. In den Entwurf hat die Planerin auch Dinge eingearbeitet, die bei der Bürgerbeteiligung angeregt wurden, ebenso die Anregungen der Träger öffentlicher Belange.

Ausgewiesen sind insgesamt 37 öffentliche Stellplätze, was für Wohnhaas ein "überdurchschnittliches Angebot" darstellt. Hinzu kommen außerdem je Wohneinheit zwei Stellplätze, bei Geschossbauten richtet sich deren Anzahl nach der Wohnungsgröße. Der verkehrsmäßige Anschluss an die Landstraße 1101 ist mit der Umgehungsstraße bereits realisiert.

Die Umlegung des Baugebiets ist eingeleitet und ein Erschließungsträger beauftragt. Nun kann der Baubauungsplan, der allerdings im Gremium bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung nicht die volle Zustimmung fand, im Verfahren weiter vorangetrieben werden. Der Entwurf wird nochmals öffentlich ausgelegt und voraussichtlich im Februar nächsten Jahres verabschiedet.

 

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