Stimme+
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Neue Käthchen von Heilbronn werden gekürt

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Heilbronn - Abgesehen von den Namen der Gewinnerinnen bargen die Käthchenwahlen bislang kaum Überraschungen. Doch beim Wahlabend am 8. Mai in der Heilbronner Harmonie sollen es derer gleich einige sein.

Von Bärbel Kistner
  
/mvol3/share/hires/04/39/00/99/43h.001

Heilbronn - Abgesehen von den Namen der Gewinnerinnen bargen die Käthchenwahlen bislang kaum Überraschungen. Doch beim Wahlabend am 8. Mai in der Heilbronner Harmonie sollen es derer gleich einige sein. "Es wird Neuigkeiten aus der Käthchen-Forschung geben", verspricht Wahlorganisator Bernhard Winkler von der Heilbronn Marketing GmbH. Günther Emig vom Kleist-Archiv Sembdner wird in einer Bilderpräsentation zu 200 Jahre Käthchen mit unbekannten Informationen aufwarten.

Für die Wahl des 19. Käthchens von Heilbronn und seiner zwei Stellvertreterinnen ist erstmals eine − eingeforderte − Zusammenarbeit mit dem Heilbronner Kleist-Archiv zustande gekommen. "Das hat hervorragend geklappt", betont Winkler. Man habe erkannt, dass der Beitrag des Archivs für den Abend der Käthchenwahl "nicht wissenschaftlich sein darf". Im Foyer der Harmonie gibt es zudem eine Ausstellung.

Schlagfertig 

Doch nicht nur auf das Publikum, sondern auch auf die neun Kandidatinnen wartet einiges Neue und Überraschende im Wahlverfahren: Die jungen Frauen erhalten mit einer halben Stunde Vorlauf drei Stichworte, müssen daraus ein kurzes Statement formulieren und in freier Rede vortragen. "Das habe ich mir von der Wahl der Weinkönigin abgeschaut", verrät Winkler. Damit sollen die Kandidatinnen Redegewandtheit und Schlagfertigkeit unter Beweis stellen.

Um Unterstützung aus dem Publikum muss den jungen Damen offenbar nicht bange sein. "Der Vorverkauf läuft gut, manche haben über 50 Karten für ihre Fangemeinde geordert", erzählt Winkler. Auch daran lasse sich erkennen: Käthchen zu werden, reizt immer stärker.

Am von Stimme-Chefredakteur Uwe Ralf Heer moderierten Wahlabend fühlen 13 Jury-Mitglieder den Kandidatinnen auf den Zahn. Bernhard Winkler ist sich sicher: Die Entscheidung wird nicht leicht werden. "Die Qualität bei den Bewerberinnen hat sich gesteigert."

Überhaupt habe das Käthchen an Stellenwert gewonnen. Junge Frauen würden erkennen, welche Chancen das Amt für die Persönlichkeitsentwicklung biete, was wiederum die eigenen Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhe.

Insgesamt 180 öffentliche Auftritte haben Florentina Keller, Sabrina Schall und Tamina Timler absolviert, darunter Fernsehaufzeichnungen, ein Besuch in der polnischen Partnerstadt Slubice und auf der Expo in München sowie zahlreiche größere und kleinere Feste, Sportveranstaltungen, Bürgerempfänge. Auch das Dienstfahrzeug, ein Handy mit Freiminuten und eine Kinofreikarte erhöhen die Attraktivität des Amtes.

Kurz vor Ende ihrer Amtszeit stellt sich ein wenig Wehmut ein bei den Käthchen, die am morgigen Freitag beim Festival der Sinne in der Harmonie bei einer Modenschau zum letzten Mal gemeinsam zu sehen sind. Auf Florentina Keller wartet sogar noch ein Auftritt mit ihrer Nachfolgerin am Montag in der SWR-Landesschau. Die Abiturientin sieht ihren Abschied vom Käthchen auch mit einem lachenden Auge. Sie freut sich nach dem geschafften Abi auf einen neuen Lebensabschnitt, bei dem sie die vielen Erfahrungen aus ihrer Käthchenzeit begleiten werden: erst mit dem Rucksack durch Thailand, dann ein Praktikum im Bundestag und danach das Studium der Politikwissenschaften.

Die Kandidatinnen


Samstag, 8. Mai, 20 Uhr, Harmonie Heilbronn: Neun Bewerberinnen treten an, um Käthchen von Heilbronn zu werden. Auch für die zwei Stellvertreterinnen gibt es in der zweijährigen Amtszeit interessante Termine zu absolvieren.

  • Angela Covato: Schülerin am Wirtschaftsgymnasium, Gustav-von-Schmoller-Schule;
  • Laura Fuggerer: Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Armaturenfabrik Schneider in Nordheim;
  • Larissa Klier: bei der Kreissparkasse Ausbildung zur Bankkauffrau;
  • Marina Kohler: Auszubildende zur Kauffrau für Bürokommunikation bei der Stadt Heilbronn;
  • Rebecca Posovszky: Schülerin am Mönchseegymnasium;
  • Carolin Seher: Schülerin am Wirtschaftsgymnasium, Andreas-Schneider-Schule;
  • Christina Triantafillou, Schülerin am Wirtschaftsgymnasium, Gustav-von-Schmoller-Schule;
  • Eleni Triantafillou: Pädagogikstudentin an der Hochschule Ludwigsburg;
  • Christina Zovko: Schülerin am Wirtschaftsgymnasium, Gustav-von-Schmoller-Schule.


Eine Kandidatin hat wegen eines Auslandsaufenthalts ihre Bewerbung zurückgezogen. kis


Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben