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Sasha begeistert 8000 Menschen

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Neckarsulm - Mit einem Programm der Superlative hat Audi am Wochenende seinen 100. Geburtstag gefeiert. Tausende Gäste sind der Einladung an „unseren Standort für Premium-Autos“ gefolgt, wie Vorstandschef Rupert Stadler Neckarsulm nannte. Am Samstagabend trat Sasha bei einem Open-Air-Konzert auf dem Neckarsulmer Audi-Gelände auf.

Von Leonore Welzin
 








Neckarsulm - Vom Background-Vokalisten zum Unicef-Botschafter, vom Teenie-Star zum Frauenschwarm: Sasha, der Popmusiker – samt seiner Erfolgsstory als Singer/Songwriter – ist ein idealer Topact für’s Finale einer großen Feier wie dem runden Geburtstag von Audi. Textzeilen wie „Just remember what it feels like standing on the top“ prädestinieren ihn dazu.

Public Viewing

„Don’t be second-best“ (Sei nicht der Zweitbeste) aus dem Song „Miracle Mile“, ist ein echter Hinhörer für alle, die Spitze sein wollen, die Spitzenprodukte anstreben. Und wenn’s nicht klappt, muss man sich halt von hochfliegenden Ideen verabschieden, sich das verpasste Ziel mit Sashas „Goodbye“ versüßen. Wer könnte Abschiede schöner intonieren als er?

8000 sind zum Open-Air-Konzert gepilgert, um ihr Idol live zu erleben. Wer’s weniger gedrängt mag, kann sich per Public Viewing den Auftritt in der Innenstadt und auf der Forum Piazza ansehen. Mal der alte Schmuserocker, geht er in die Hocke auf Flirtkontakt mit der ersten Reihe, dann ist er zum eingängigen „This is my time“ der sportiv-agile Machomann, der auf der Bühne hin und her springt. Ob der Song, komponiert zur Fußball-WM, den WM-Dritten anspornen sollte? Sasha, kein Kind von Traurigkeit, schiebt dem Chor, sprich dem Publikum, den Refrain zu: „Never give it up!“

Von aufgeben kann auch nach anderthalb Konzertstunden keine Rede sein. Die Frage „Könnt ihr noch?“ beantwortet das Publikum beim nächtlichen Freiluft-Konzert auf dem Audi-Parkplatz mit lautem „Jaaa!“. Sasha, nicht nur bekennender Fussballfan, outet sich auch als Liebhaber der „Drei Fragezeichen“.

Dampfender Atem

Mit „einem Lied, das mich sehr lange begleitet hat“ zieht er dann in die Endkurve: „If you believe!“. Viele weiße Strahler fokussieren den Popstar, dessen Atem dampft und sich mit dem Bühnennebel mischt. Zum Finale wird das Licht plötzlich tiefrot. Der Star und seine Band treten ab.

„Wir können nicht nur Premium-Fahrzeuge bauen, wir können auch Premium feiern“ sagt der Moderator und gibt dem Publikum die Chance, eine Zugabe zu erklatschen. Sasha allein mit Gitarre und drei Liedern, ein Sunnyboy zum Anfassen, bevor sich die Musiker einfinden und mit den Fans und synchron geschwenkten Taschentüchern Abschied zelebrieren.

Zur Person: Sasha

Geboren 1972 in Soest, startete Sascha Schmitz seine Karriere in Schulbands. Zunächst trat er als Begleitmusiker auf. Der Durchbruch gelang ihm 1998 mit „If You Believe“, der sich über 500 000 Mal verkaufte. 2002 trat Sasha als Unicef-Botschafter im Vatikan auf. Er spielt in Kinofilmen sowie TV-Produktionen mit.

>>Großes Sasha-Interview: "Ich bin mit Sicherheit kein Arsch"





U-Musik auf drei Podien im Audi-Forum

Audi feiert, und da darf’s an Musik nicht fehlen. Unterhaltung nonstop heißt die Devise, und bestens organisiert geht am Freitag eine Show reibungslos über in die nächste auf den drei Podien vor und im Audi-Forum. Draußen auf der Hauptbühne ist es frisch, beim Start um 18 Uhr.

Sängerin Susie Who und Superdrummer Pete York heizen ein. Umspielt von Scheinwerfern, Kameras und einer Großprojektion, unterstützt von Gitarre, Bass, Piano und Keyboard, versuchen sich die Musiker mit Swing, Schal und Schmusesongs à la Marianne Rosenbergs „Er gehört zu mir“, warm zu halten. Susie Who joggt mit Wollkappe und Wintermäntelchen hin und her: „Fly me to the moon“ – soll’s da wärmer sein? Stets gut gelaunt: Pete York. Bei Schlagzeugern ist natürliche Energiegewinnung Programm.

 
„Definitiv das letzte Open-Air-Konzert in diesem Jahr“ ruft er in den Beifallssturm der wetterfesten Fangemeinde und bekommt dafür ein Küsschen von Susie. „Let’s go in and find a Schnaps!“ (Lasst uns reingehen und einen Schnaps kippen).
Charmeoffensive auf der bunt getupften Bühne im ersten Stock. „Wir sind vier Stimmen und vier Männer, bringen es vokal auf einen Nenner“, schmettern die Jungs von mundARTmonika, deren „A Cappella Ella“ herzerwärmend durch die Halle echot, deren „Long train running“ und Metallicas „Nothing else matters“ unter die Haut gehen.

Kaum sind die Zugaben der Neckarsulmer Band verklungen, schallt „New York, New York!“ aus dem Parterre. Unverkennbar Sinatra alias Tom Gaebel. Vom Schmelz des Sweet Jazz über hüftlockernden Mambo bis zum charismatischen Soulpriester Ray Charles: Mal klingen Gaebel und seine Big Band ganz intim, mal donnern sie voll brachialer Energie – Unterhaltung auf höchstem Niveau.



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