Glätteunfälle und Schneechaos im Schwarzwald – Fahrzeuge bleiben stecken
Bis zu 20 Zentimeter Neuschnee hat es im Schwarzwald gegeben. Lkw sind stecken geblieben, Fahrzeuge auf den glatten Straßen gerutscht. Am Wochenende soll es erneut schneien.
Eine Kaltfront hat für einen Wintereinbruch im Schwarzwald gesorgt. In der Nacht auf Freitag sind die Temperaturen unter den Gefrierpunkt gerutscht. Auch in der Region Heilbronn und Hohenlohe ist vor Glättegefahr gewarnt worden. Wie der Polizeisprecher Manuel Unser auf Nachfrage der Heilbronner Stimme erklärt, hat es in der Region Heilbronn am Freitagmorgen keine Glätteunfälle gegeben.
Anders sieht es weiter südlich in Baden-Württemberg aus – Schnee und Eis haben von Mittwochabend bis Freitagmorgen für mehrere Unfälle gesorgt. Rund 20 Zentimeter Neuschnee sind regional im Schwarzwald gefallen.
Glätteunfall mit mehreren Fahrzeugen im Schwarzwald
Am Donnerstagabend (26. März) kam es wegen Glätte auf der B294 im Bereich Simmersfeld (Landkreis Calw) zu einem Unfall mit mehreren beteiligten Fahrzeugen. Laut der Polizei Pforzheim wurde bei dem Glätteunfall glücklicherweise niemand verletzt. Ein Mercedes ist in einer Kurve aufgrund von Glätte in den Gegenverkehr geraten und in einen Lkw gekracht.
Ein Opel-Fahrer streifte den Mercedes, eine VW-Fahrerin konnte rechtzeitig bremsen. Allerdings: Dahinter war ein weiterer VW, das Auto konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte in den stehenden Wagen. Die B294 musste bis Mitternacht voll gesperrt werden.
Rund zehn Lastwagen haben sich im Schwarzwald festgefahren
Nach Angaben der Polizei sind auf mehreren Strecken im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald bereits in der Nacht auf Donnerstag zahlreiche Fahrzeuge steckengeblieben. Demnach fuhren sich auf der schneebedeckten Bundesstraße 31 im Höllental bei Hinterzarten rund zehn Lastwagen fest.
Die Fahrzeuge seien größtenteils voll beladen und teilweise unzureichend für winterliche Straßenverhältnisse ausgerüstet gewesen, hieß es. Die Fahrer mussten die Nacht in ihren Fahrzeugen verbringen.
Bei Titisee-Neustadt blockierte ein Sattelzug zudem alle drei Fahrspuren, weshalb die Strecke zeitweise komplett gesperrt werden musste. Auch auf Umleitungsstrecken kam es nach Polizeiangaben zu zahlreichen kleineren Unfällen und liegengebliebenen Fahrzeugen. Aufgrund der niedrigen Geschwindigkeiten blieb es jedoch meist bei Sachschäden oder leichten Verletzungen.
Glättegefahr bleibt: Am Wochenende soll es in Baden-Württemberg erneut schneien
Teilen Baden-Württembergs steht auch ein weißes Wochenende bevor. Es wird vor Glätte und winterlichen Verhäktnissen auf den Straßen gewarnt. Im Bergland gebe es am Freitag vereinzelt ein paar Schneeflocken, ansonsten sei es aber überwiegend trocken, sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vorher.
Am Samstag (28. März) sei im Bergland mit Schneeregen und Schnee zu rechnen. Das betreffe vor allem die Schwäbische Alb und den Schwarzwald, teilte eine DWD-Meteorologin mit. Im Laufe des Tages könne es bereits ab 600 Metern Schnee geben. Ansonsten ziehe im Laufe des Vormittags von Nordwesten her Regen auf, der sich abends bis zur Donau ausbreite.
In der Nacht zum Sonntag ist Schnee demnach auch in tieferen Lagen möglich, vor allem südlich der Schwäbischen Alb in Oberschwaben. Oberhalb von etwa 500 Metern rechnet der DWD mit Schnee und Glätte. Im Bergland könnten etwa drei bis vier Zentimeter liegen bleiben, in Oberschwaben vielleicht ein Zentimeter.
Die Polizei weist angesichts der vielen Unfälle darauf hin, Fahrzeuge unbedingt wintertauglich auszurüsten und die Fahrweise den Straßenverhältnissen anzupassen. (lis/pol/dpa)


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