Meinung zur Konsumlaune: Ein frommer Wunsch zum Fest
Zu viel Unsicherheit, wohin man blickt. Nicht nur die Kauflaune geht gerade den Bach runter, findet unser Kommentator.
Wenn in diesem Dezember der GfK-Konsumklimaindex nicht nach unten zeigen würde, dann wäre er wohl kaputt. Dabei wurden die deutschen Verbraucherinnen und Verbraucher ja wie üblich schon Anfang des Monats befragt. Will man jetzt, ein paar Tage vor Heiligabend, von den Leuten wissen, wie groß die Lust auf größere Anschaffungen ist, dann wird nur noch abgewunken.
Es kann nicht funktionieren unter diesen Umständen
Das trifft den Handel wieder einmal sehr ungleich. Die Geschäfte, wo sich in den Wochen vor Weihnachten üblicherweise die Menschen dicht an dicht drängen, müssen jetzt ihre Kunden kontrollieren und ihre Zahl im Verkaufsraum begrenzen. Dazu die exponenziell steigende Sorge wegen der Omikron-Variante, da geht schon allein deshalb ein Gutteil der Kauflaune den Bach runter. Versand- und Onlinehändler haben es da leichter, ihre Waren loszuwerden.
Einfach mal Pause machen
Doch das Gefühl der Unsicherheit steigt in vielen Lebensbereichen an. Nicht nur die Inzidenz macht Sorgen, auch die Preise steigen teils kräftig, Löhne und Gehälter halten da nicht mit. Jede Ausrede kommt da gelegen, um geplante Anschaffungen erst mal zu verschieben. Individuell betrachtet ist diese Einstellung gar nicht falsch. Einfach mal abwarten in dieser ach so merkwürdigen Zeit.
Machen das allerdings sehr viele Menschen gleichzeitig, hat das wirtschaftliche Folgen. Über die Feiertage gilt es also zu überlegen, wem man mit seinem Konsum in Zukunft die Existenz sichern möchte. Vielleicht ist es nur ein frommer Wunsch, doch es wäre schön, wenn hier im nächsten Jahr ein wenig mehr Achtsamkeit Einzug halten würde.
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