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DAX mit positivem Vorzeichen – Iran-Eskalation bleibt das zentrale Risiko

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Vier Verlusttage in Folge, ein eskalierender Iran-Konflikt und trotzdem startet der DAX am Freitag mit einem kleinen Plus – doch Analyst Fugmann warnt.


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  • DAX dreht ins Plus: Leitindex notiert gegen 13:30 Uhr bei 24.296 Punkten (+0,87 %) – Ölpreis gibt deutlich nach
  • ifo-Geschäftsklimaindex auf tiefstem Stand seit Mai 2020 – ifo-Präsident Fuest: „Die Irankrise trifft die deutsche Wirtschaft hart"
  • Börse Stuttgart Marktbericht: Trotz Erholung an den Märkten bleibt die Konjunkturlage fragil

Nach vier Verlusttagen in Folge dreht der DAX am Freitagnachmittag ins Plus – getragen von einem deutlich nachgebenden Ölpreis. Doch die Erholung ist fragil: Der Iran-Konflikt bleibt ungelöst, und neue Konjunkturdaten zeigen, wie tief die Krise die deutsche Wirtschaft bereits getroffen hat.

DAX vorbörslich leicht im Plus – Ölpreis gibt etwas nach

Der DAX notiert gegen 13:30 Uhr bei 24.296,12 Punkten (+0,87 Prozent) – der erste nennenswerte Tagesgewinn nach vier schwachen Handelstagen. Treiber ist ein deutlich nachgebender Ölpreis: Brent-Öl fiel auf 103,59 US-Dollar je Barrel (−2,67 Prozent) – der stärkste Tagesrückgang seit Wochen.

Auch andere Märkte erholen sich. Der aktuelle Überblick (Stand: 13:30 Uhr, eigene Recherche):

  • DAX: 24.296,12 Punkte (+0,87 %)
  • Euro Stoxx 50: 5.899,31 Punkte (+0,08 %)
  • S&P 500: 7.153,66 Punkte (+0,62 %)
  • Nasdaq 100: 27.200,49 Punkte (+1,57 %)
  • Nikkei: 59.716,18 Punkte (+0,97 %) – neuer Rekordstand
  • Brent-Öl: 103,59 US-Dollar je Barrel (−2,67 %)

Börse Stuttgart Marktbericht: ifo-Index auf Fünfjahrestief – Iran-Krise trifft deutsche Wirtschaft hart

Die Erholung an den Märkten kontrastiert mit einem alarmierenden Konjunktursignal. Wie die Börse Stuttgart in ihrem Marktbericht vom 24. April 2026 einordnet, fiel der ifo-Geschäftsklimaindex – ein monatlich erhobenes Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft – im April von 86,3 auf 84,4 Punkte und damit auf den niedrigsten Stand seit Mai 2020. Der Einbruch zieht sich durch alle Branchen – besonders betroffen sind Handel und Bauhauptgewerbe. Unternehmen in der Industrie berichten zunehmend von Lieferengpässen bei Vorprodukten.

ifo-Präsident Clemens Fuest kommentierte die Zahlen knapp: „Die Irankrise trifft die deutsche Wirtschaft hart." Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank ergänzte laut Börse Stuttgart: „Kaum gab es zarte Knospen einer wirtschaftlichen Trendwende, macht der Iran-Krieg einem Aufschwung einen Strich durch die Rechnung." Lediglich öffentliche Rüstungs- und Infrastrukturaufträge hielten die Wirtschaft derzeit „zumindest einigermaßen über Wasser", so Gitzel.

Iran-Konflikt: Eskalationsrisiko bleibt das zentrale Marktthema

Hintergrund der wirtschaftlichen Eintrübung ist die anhaltende Blockade der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Ölrouten der Welt. Laut dpa verschlechterte sich die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone im April spürbar: Hohe Energiepreise, mögliche Lieferengpässe und die Sorge vor sinkender Verbrauchernachfrage belasten die Aussichten. Beide Seiten – USA und Iran – halten an ihren Positionen fest, Vermittlungsgespräche blieben bislang ohne Ergebnis.

Marktanalyst Markus Fugmann vom Portal Finanzmarktwelt – bekannt für seine grundsätzlich skeptische Markteinschätzung – warnt vor unterschätzten Eskalationsrisiken. Nach seiner Analyse könnten die USA und Israel erneut militärisch aktiv werden, während im Iran die Revolutionsgarden weiter an Einfluss gewinnen. Fugmann betont, dass viele Anleger auf diese Szenarien nicht ausreichend vorbereitet seien.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine individuelle Finanz- oder Anlageberatung dar. Die genannten Kursdaten sind indikativ und können von offiziellen Börsenkursen abweichen. Bitte konsultieren Sie bei konkreten Anlageentscheidungen einen unabhängigen Finanzberater.

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