Gelsenkirchen (dpa)
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Verdi verstärkt Druck im Kita-Tarifstreit

Im Tarifstreit der kommunalen Sozial- und Erziehungsdienste verstärkt die Verdi den Druck auf die Arbeitgeber. Rund 10.000 Beschäftigte demonstrieren auf einer landesweiten Kundgebung in Gelsenkirchen.

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Warnstreik
Verdi hat die Erzieherinnen und Erzieher in kommunalen Betreuungseinrichtungen zu neuen Warnstreiks aufgerufen (Archivbild).  Foto: Marius Becker/dpa

Mit zahlreichen Warnstreiks und einer Großkundgebung haben die Beschäftigten in den kommunalen Sozial- und Erziehungsdiensten den Druck auf die Arbeitgeber verstärkt.

Auf einer Großdemonstration in Gelsenkirchen forderte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, am Mittwoch vor nach Verdi-Angaben rund 10.000 Teilnehmenden die Arbeitgeber dazu auf, in der nächsten Verhandlungsrunde ein Angebot vorzulegen.

In der aktuellen Tarifauseinandersetzung mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) geht es um bessere Arbeitsbedingungen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel sowie eine bessere Bezahlung in den kommunalen Sozial- und Erziehungsdiensten.

Dritte Verhandlungsrunde am 16. und 17. Mai

Mit Blick auf die anstehende dritte Verhandlungsrunde am 16. und 17. Mai in Potsdam hatte Verdi seine Mitglieder für zahlreiche Streikmaßnahmen mobilisiert. Nach Gewerkschaftsangaben hatte es in den ersten beiden Verhandlungsrunden für die bundesweit rund 330.000 Beschäftigten - Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Erzieherinnen und Erzieher sowie Beschäftigte in Kitas, schulischen Ganztagseinrichtungen und der Behindertenhilfe - keine Bewegung gegeben.

«Es ist unverantwortlich von der Arbeitgeberseite, zwei Verhandlungstermine ungenutzt verstreichen zu lassen. Wir erwarten beim dritten Verhandlungstermin ernstzunehmende Angebote. Die Zeit ist reif, um die Situation in der sozialen Arbeit durch Entlastung im Sinne der Beschäftigten, der Kinder, Jugendlichen und Familien zu verbessern», forderte Andrea Becker, Verdi-Landesfachbereichsleiterin NRW.

Warnstreiks bis einschließlich Freitag

Bis einschließlich Freitag hatte Verdi in vielen NRW-Städten erneut zu weiteren Warnstreiks unter anderem in den Kitas aufgerufen. Von den Streikmaßnahmen waren zahlreiche Tageseinrichtungen für Kinder betroffen. Teilweise gab es nur Notbetreuungen.

An diesem Donnerstag will Verdi in einer digitalen Streikkonferenz, die in den sozialen Medien wie Facebook und YouTube gestreamt wird, mit Live-Schaltungen in ganz Deutschland auf die Probleme aufmerksam machen.

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