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Daniel Günther für übergroße Koalition im Norden

Eigentlich bräuchte der Wahlsieger Daniel Günther nur einen Koalitionspartner. Aber der alte und wohl auch neue Ministerpräsident will das Jamaika-Bündnis fortsetzen.

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Daniel Günther
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) will die Jamaika-Koalition fortsetzen.  Foto: Axel Heimken/dpa

In Schleswig-Holstein bereiten sich CDU, Grüne und FDP auf Sondierungsgespräche zur Bildung einer neuen Regierung vor. Am Donnerstag liefen in Kiel weitere interne Gespräche.

Ministerpräsident Daniel Günther will nach dem klaren Sieg seiner CDU bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag mit den Grünen und der FDP am nächsten Dienstag ausloten, ob die seit 2017 gemeinsam regierenden drei Parteien ihr Bündnis fortsetzen könnten - obwohl die CDU auch mit Zweierbündnissen eine sichere Mehrheit hätte.

Ein Kleiner Parteitag der CDU hatte am Mittwochabend Günther für dessen Kurs den Rücken gestärkt. Er wolle die Erfolgsgeschichte der vergangenen fünf Jahre fortsetzen, sagte Günther. Jamaika sei die Wunschkoalition einer großen Mehrheit in der Bevölkerung. Und die CDU habe auch in dieser Konstellation starke Positionen durchsetzen können.

Die CDU hatte die Wahl mit 43,4 Prozent klar gewonnen. Die Grünen holten 18,3 Prozent und die FDP 6,4 Prozent. Die SPD stürzte auf ein Rekordtief von 16,0 Prozent, der SSW (Südschleswigscher Wählerverband) erreichte 5,7 Prozent. Die CDU könnte theoretisch mit allen anderen Parteien im Landtag Zweierkoalitionen bilden.

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