Köln (dpa)
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Rund die Hälfte der Deutschen aufgeschlossen für Atomkraft

Die Atomkraft in Deutschland ist ein Auslaufmodell. Das ist politisch entschieden worden. Doch für einige sollte sie bei der Energiewende eine Rolle spielen.

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AKW Brokdorf
Ende des Jahres geht das Atomkraftwerk Brokdorf endgültig vom Netz.  Foto: Christian Charisius/dpa

Etwa jeder zweite Deutsche steht der Atomkraft nicht komplett ablehnend gegenüber.

In einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov gaben 22 Prozent der Befragten an, dass Kernenergie bei den Bemühungen um eine kohlenstoffarme Stromproduktion in Deutschland sehr wichtig sei und erneuerbaren Energiequellen wie Solar- und Windenergie gleichgestellt sein sollte. Für knapp ein Drittel (31 Prozent) sollte Atomkraft bei der Energiewende zumindest eine kleine Rolle spielen. Sie solle aber nicht so stark wie Photovoltaik und Windkraft genutzt werden.

Im Vergleich eher skeptisch

Wie aus der Online-Umfrage weiter hervorgeht, sind die Deutschen bezogen auf Atomkraft im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eher skeptisch eingestellt. Während auch in Dänemark nur jeder Fünfte (21 Prozent) findet, dass Atomenergie im eigenen Land eine große Rolle bei der Energiewende spielen sollte, sind dieser Meinung in Spanien 40 Prozent, in Schweden 43 Prozent und in Frankreich 45 Prozent der jeweiligen Befragten. Im Nachbarland Frankreich sind drei Viertel der Befragten mit dem Einsatz von Atomenergie grundsätzlich einverstanden.

© dpa-infocom, dpa:211208-99-297875/2

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