Mannheim (dpa/lsw)
Lesezeichen setzen Merken

Rohstoffkonzern warnt vor Illusionen bei Energiewende

Der Vorstandschef der Deutschen Rohstoff AG, Thomas Gutschlag, warnt vor Illusionen bei der Umstellung von fossiler auf erneuerbare Energie. «Die Welt verbraucht momentan rund 100 Millionen Fässer Öl pro Tag. Das ist eine gigantische Menge. Wenn Sie diese mit erneuerbaren Energien ersetzen wollen, brauchen Sie nicht Jahre, sondern Jahrzehnte», sagte er dem «Mannheimer Morgen (Freitag). «Wir müssen umgekehrt erst Alternativen für Verbraucher und Industrie schaffen, sonst können wir gleich ganz Deutschland stilllegen.» Die Energiewende bezeichnete der Chef des Mannheimer Unternehmens als ein deutsches Konzept. «Der Großteil der Welt folgt uns bei der Energiewende nicht.» Frankreich setze zum Beispiel auf Atomkraft.

  |    | 
Lesezeit 1 Min
Erneuerbare Energien
Die Sonne geht hinter Windrädern auf.  Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild

Nach Überzeugung Gutschlags ist Geothermie gerade im Rheingraben eine endlose, sichere und bequeme Wärmequelle. «Im Prinzip ist das die beste erneuerbare Energieform. Wärme haben Sie an 365 Tagen im Jahr», sagt er der Zeitung. Aber auch dagegen gebe es Widerstände sowie gegen Windkraft.

Die Deutsche Rohstoff AG identifiziert, entwickelt und veräußert Rohstoffvorkommen in Nordamerika, Australien und Europa. Der Schwerpunkt liegt auf der Erschließung von Öl- und Gaslagerstätten in den USA. Bei der Erschließung der Rohstoffe bedient sich der Konzern Subunternehmern. Deshalb hat die Aktiengesellschaft nur 26 Mitarbeiter in Deutschland und USA. Sie steigerte nach früheren Angaben im vergangenen Jahr ihren Umsatz um fast 90 Prozent auf 73,3 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern lag mit 66,1 Millionen Euro fast dreimal so hoch wie im Jahr zuvor. Auch für das laufende Jahr geht der Vorstand von einem deutlichen Sprung bei Umsatz und Ergebnis aus.

Kommentar hinzufügen
Kommentare werden geladen
In diesem Artikel findet keine Diskussion statt. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen.
  Nach oben