Stuttgart
Lesezeichen setzen Merken

Ausnahmen von 2G plus auch für zweifach Geimpfte und Genesene

Jetzt also doch: Ausnahmen von 2G plus soll es in Baden-Württemberg auch für Geimpfte und Genesene geben, deren Zweitimpfung oder Genesung nicht länger als sechs Monate zurück liegt. Das teilten am späten Samstagabend mehrere CDU-Politiker auf ihren Facebookseiten mit - das Sozialministerium bestätigte die Angaben am Sonntag.

Adrian Hoffmann
  |  

Die Landesregierung war am Freitag massiv unter Druck geraten und kündigte bereits an, es könne weitere Ausnahmen geben.  Nach Angaben einer Regierungssprecherin könnten zum Beispiel Menschen von der neuen strikten 2G-plus-Regel und der zusätzlichen Testpflicht entbunden werden, die gerade erst ihre Zweitimpfung erhalten haben, hieß es in einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur. Ausnahmen könne es womöglich auch für Menschen geben, die erst kürzlich von Corona genesen seien, sagte sie weiter.

Dass es genau diese Ausnahmen nun noch geben werde, und zwar sogar weit gefasst bis zu einem Zeitraum nach Zweitimfpung und Genesung bis sechs Monate - dies teilten am späten Samstagabend gleich mehrere baden-württembergische CDU-Politiker auf ihren Facebookseiten mit, darunter die CDU-Landtagsabgeordneten Siegfried Lorek und Sarah Schweizer. All jene Personengruppen sind demnach ebenfalls von einer zusätzlichen Testpflicht befreit. Sie müssen also keinen aktuellen negativen Corona-Test vorlegen, um in eine Gaststätte zu können oder an Freizeit- und Kulturveranstaltungen teilzunehmen. Eingeschlossen sind Geimpfte, die vor nicht länger als sechs Monaten einmalig mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson immunisiert wurden.

Uwe Lahl, Amtschef des baden-württembergischen Sozialministeriums, bestätigte diese Informationen am Sonntagmittag auf Anfrage von Stimme.de. Die Ausnahmen von 2G plus seien auf Grundlage wissenschaftlicher Expertise noch einmal präzisiert worden, führt das Sozialministerium inzwischen in einer Pressemitteilung dazu aus.

Neue Verordnung soll in Kürze online sein

Zunächst sollten Ausnahmen von der 2G plus-Regel nur für Menschen gelten, die bereits ihre Booster-Impfung erhalten haben.

Unter Berücksichtigung der erneuten Anpassungen gilt das strikte 2G plus in Verbindung mit einer Testpflicht wiederum nur noch für jene, deren Zweitimpfung (beziehungsweise abgeschlossene Grundimmunisierung) länger als sechs Monate zurückliegt und die ihre Booster-Impfung aufschieben. Der Genesen-Status war bislang ohnehin nur sechs Monate lang gültig.

Die angepasste Verordnung soll am Montag von der Landesregierung veröffentlicht werden. Wie die CDU-Landtagsabgeordnete Sarah Schweizer auf Facebook schreibt, sei in der Verordnungsbegründung nun klargestellt, "dass auch Personen, deren Zweitimpfung und Genesung nicht länger als sechs Monate her ist, keinen Test brauchen". Dies sei völlig richtig. "Super ärgerlich nur, dass das nicht gleich von vornherein klargestellt und kommuniziert wurde."

Auf verunsicherte Nachfragen von Usern antwortet Schweizer, dass dies ab sofort gelte - da es sich nicht um eine neue Regelung handle, sondern nur in der Begründung zur Verordnung klargestellt worden sei.

Mehr zum Thema

Dehoga reagiert mit Erleichterung

Der Gastroverband Dehoga begrüßt die Entscheidung ausdrücklich. Wie groß allerdings die Verwirrung über aktuelle 2G-plus-Regelungen ist, zeigt sich auch in dessen Stellungnahme. Die Regelung gelte für alle doppelt Geimpfte, deren Zweitimpfung nicht länger als fünf Monate zurückliege. Die CDU-Abgeordneten sprechen von sechs Monaten. Von sechs Monaten ist nach Informationen unserer Zeitung auch in der Verordnungsbegründung die Rede.

Corona-Regeln BW ab 4.12.2021

Corona Newsletter



Kommentar hinzufügen
In diesem Artikel findet keine Diskussion statt. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen.
  Nach oben