Heilbronn
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80 Prozent der Neuinfizierten in Heilbronn sind Reiserückkehrer

Es ist nur eine Warnung, aber die Experten und Bürgermeister in Baden-Württemberg sind alarmiert: Denn zum ersten Mal seit Monaten hat eine Kommune eine kritische Marke bei den Corona-Neuinfektionen überschritten. Es ist die Stadt Heilbronn.

von dpa
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Ein Abstrichstäbchen wird in die Kamera gehalten
Ein Abstrichstäbchen wird in die Kamera gehalten.

Nach dem Erreichen einer kritischen Marke bei den Corona-Neuinfektionen will Heilbronn vor allem die Reiserückkehrer als Risikogruppe stärker in den Blick nehmen. Er neige nicht zu Aktionismus, sagte Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel dem SWR am Montag. Allerdings seien 80 Prozent der Infizierten Reiserückkehrer. «Wir werden uns deshalb auch ganz besonders auf diese Gruppe konzentrieren, sagte Mergel.

Heilbronn hat die Vorwarnstufe landesweit als erstes erreicht

Die Stadt hatte als erste baden-württembergische Kommune seit Monaten die Vorwarnstufe erreicht. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz lag zuletzt laut Landesgesundheitsministerium bei knapp 39 Fällen auf 100.000 Einwohner. Drastische Schritte bis zum sogenannten Shutdown werden aber erst ab einer 7-Tage-Inzidenz von 50 ergriffen.

Neben Heilbronn nähern sich auch andere Städte und Landkreise im Südwesten der kritischen Marke von 35 Infektionen auf 100.000 Einwohner, ab der eine Vorwarnstufe gilt. In Ulm liegt die 7-Tage-Inzidenz laut Landesgesundheitsamt bei knapp 29, im Kreis Biberach bei gut 20 Infektionen auf 100.000 Einwohner und in Stuttgart bei 20.

Bei 50 Fällen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gibt es drastische Einschränkungen

Die Inzidenz zeigt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage an und wird pro 100.000 Einwohner angegeben. Sie wurde von Bund und Ländern mit Blick auf Kreise und kreisfreie Städte als maßgeblich für neue Einschränkungen in der Corona-Pandemie festgelegt. Bei 50 Fällen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner sollen sofort wieder Beschränkungskonzepte umgesetzt werden.

Indem die Neuinfektionen einer Woche zusammengezählt werden, werden die Schwankungen der täglichen Neuinfektionszahlen weitgehend ausgeglichen. Das RKI gibt diese auf die vergangenen 7 Tage summierten Fallzahlen in seinem Lagebericht an. Auf diese Weise lassen sich Trends besser erkennen.

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