Freiburg (dpa/lsw)
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Gregoritsch oder Petersen: Streich hat die Wahl

Michael Gregoritsch befindet sich beim SC Freiburg noch in der Eingewöhnungsphase. Da die Breisgauer zum Bundesliga-Start aber gegen den Ex-Club des Österreichers spielen, hat er gute Chancen zum Einsatz zu kommen. Sein härtester Konkurrent ist ein Routinier.

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Christian Streich
Freiburgs Trainer Christian Streich reagiert während der Partie.  Foto: Tom Weller/dpa/Archivbild

Es ist ein enger Zweikampf in der Offensive des SC Freiburg: Bietet Christian Streich Neuzugang Michael Gregoritsch als einzige Sturmspitze auf oder erhält Nils Petersen beim Bundesliga-Auftakt am Samstag beim FC Augsburg (15.30 Uhr/Sky) den Vorzug?

Im DFB-Pokal, als der Sport-Club beim 1. FC Kaiserslautern durch ein 2:1 nach Verlängerung in die nächste Runde eingezogen war, hatte sich der Coach für Gregoritsch entschieden. Im Gegensatz zum eingewechselten Petersen blieb der Österreicher jedoch ohne Torbeteiligung. «Als er draußen war, ist das Spiel aufgegangen. Das kam Nils entgegen, er hat's aber auch gut gemacht», sagte Streich am Donnerstag. Petersen bereitete den zwischenzeitlichen Ausgleich von Roland Sallai vor, der nun genauso ein Kandidat für die Anfangsformation ist wie der erfahrene Vorlagengeber.

Für beide spricht nicht nur die gute Leistung nach ihrer Einwechslung auf dem Betzenberg. Petersen hat auch schon siebenmal gegen Augsburg getroffen. Häufiger traf in den direkten Duellen beider Teams kein anderer Spieler. Der 33-Jährige erzielte unter anderem ein Kopfballtor beim bislang einzigen Freiburger Bundesligasieg in Augsburg im zurückliegenden Februar (2:1). Die Flanke kam von Sallai. «Die Frage ist, wie hilft er uns am besten», sagte Streich. «Wenn man bei solchen Temperaturen Nils einwechseln kann, freut sich der Gegner nicht unbedingt - aber wir vielleicht.»

Für den FCA traf beim SC-Sieg Gregoritsch, der nach seinem Wechsel nach Freiburg gleich im ersten Ligaspiel auf seinen Ex-Verein trifft. Er braucht offenbar noch etwas Eingewöhnungszeit beim Sport-Club und muss laut Streich noch lernen, beim Anlaufen «keine unnützen Körner liegenzulassen». Dass er viele der Gegenspieler gut kennt, dürfte Gregoritsch wiederum helfen, um in der Startelf zu stehen. Andererseits gilt das auch für die Augsburger: Sie wissen, auf was sie sich beim Österreicher einstellen müssen.

Im Tausch für Gregoritsch ging Ermedin Demirovic zum FCA. Auch hier kommt es zu einem schnellen Wiedersehen. Vergleichbar sind die beiden Stürmer nicht. Der größere Gregoritsch ist kopfballstark, Demirovic hat seine Vorzüge eher in der Physis, die er ins Offensivspiel einbringen kann.

In dieser Hinsicht fehlen den Freiburgern im vorderen Bereich derzeit einige Aspekte, die aber nicht mit dem Abschied des Bosniers, sondern vor allem mit dem Ausfall von Lucas Höler (Mittelfußbruch) zu tun haben. Auf sein gutes Zweikampfverhalten, seine Laufbereitschaft und seine Ballbehauptungen wird der Sport-Club allerdings noch ein paar Wochen verzichten müssen. Und so muss Streich zunächst einmal die Entscheidung treffen, ob Gregoritsch oder Petersen die bessere Wahl zum Auftakt ist.

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